Drei Lüner Regionalligisten träumen vom Aufstieg - Einer muss nach ganz unten schauen

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Während die meisten Regionalligen aktuell im Lockdown sind, spielt die West-Staffel munter weiter. Grund genug, einmal in Deutschlands vierten Ligen auf die Lüner Fußballer zu schauen.

Lünen

, 08.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Alle vier Lüner Regionalliga-Fußballer sind mit großen Ambitionen in die neue Saison gestartet, drei von ihnen konnten diese auch bisher bestätigen. Einzig ein Ex-Borusse erlebt aktuell ein Halbjahr zum Vergessen.

Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen oder auch der TSV Steinbach Haiger. Mit Sandro Plechaty, Felix Backszat, Vincent-Louis Stenzel und Philipp Hanke wollten vier Lüner Fußballer in diesem Jahr die Regionalligen aufmischen. Alle Spieler sprachen mit ihren Teams den Aufstieg als uneingeschränktes Ziel aus. Nachdem nun ein knappes Drittel der Saison absolviert ist und vier der fünf Regionalligen im Lockdown sind, lässt sich ein erstes Fazit ziehen.

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Mit Plechaty und Backszat stehen gleich zwei Lüner zusammen beim Traditionsverein Rot-Weiss Essen im Kader. Dem Verein, der seit Jahren den Aufstieg als Ziel ausspricht und zuletzt immer wieder an sich und den hohen Ansprüchen scheiterte. In diesem Jahr scheint es anders - zumindest fast. Nach 14 Spieltagen ist RWE Tabellenführer. Ungeschlagen und mit zwei Punkten Vorsprung auf die U23 von Borussia Dortmund.

Plechaty und Backszat grüßen von ganz oben

Allerdings trügt der Schein etwas. Dadurch dass die West-Staffel dem Coronavirus trotzt, ist sie ein wahrer Flickenteppich, was die Anzahl der absolvierten Spiele angeht. Selbst Essen hat schon zwei Spiele weniger als geplant hinter sich, beim BVB sind es gar vier. Gewinnen die Borussen also ihre Nachholspiele führen sie die Tabelle mit vier Punkten vor den beiden Lünern an.

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Dennoch - im Gegensatz zu den vergangenen Jahren zeigt sich RWE stark verbessert. Besonders Sandro Plechaty ist auf der rechten Abwehrseite eine Bank, bereitete auch beim wichtigen Sieg unter der Woche gegen den letztjährigen Meister Rödinghausen das 1:0 vor.

Felix Backszat dagegen kommt beim Traditionsclub nicht so richtig zum Zug. Zwar war der Mittelfeldspieler beim Spiel gegen Rödinghausen der Vorbereiter zum 2:0, zu mehr als einer Reservistenrolle reicht es aber nicht. Nur in zwei von neun Partien startete der Lüner von Beginn an.

Vincent-Louis Stenzel läuft den Ambitionen hinterher

In der gleichen Liga spielt auch Vincent-Louis Stenzel und ähnlich wie RWE ist auch Rot-Weiß Oberhausen mit großen Ambitionen in die Saison gestartet. Nachdem es im vergangenen Jahr zu Platz vier reichte, sollte es nun möglichst für ganz oben langen. Doch nach 14 Spieltagen sieht die Tabelle alles andere als rosig aus.

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Drei Siege reichen aktuell nur für Platz zwölf. Der Abstand auf die Abstiegsränge beträgt gerade mal vier Punkte und RWO hat sogar noch ein Spiel mehr absolviert als der erste Abstiegskandidat VFB Homberg. Dazu gab es ein bitteres 0:3 im Derby gegen Essen.

Und auch für Stenzel selbst läuft die Saison überhaupt nicht wie erwartet. Gerade einmal fünf Einsätze konnte der Lüner verletzungsbedingt absolvieren. Eine Horror-Bilanz für den 24 jährigen Offensivmann. Immerhin: Nach einer vierwöchigen Verletzungspause kam der Ex-Dortmunder in der vergangenen Woche wieder zurück und traf beim 6:1-Kantersieg über den Bonner SC gleich doppelt.

Philipp Hanke hat überraschend eine Mannschaft vor sich

Etwas südlicher spielt der vierte Lüner Regionalliga-Fußballer. Philipp Hanke kickt beim TSV Steinbach Haiger in der Süd-West-Staffel und vor der Saison war klar, dass der Aufstieg in die Dritte Liga nur über die Steinbacher gehen konnte. Schon im letzte Jahr musste sich der TSV nur knapp Saarbrücken geschlagen geben und nun standen alle Zeichen auf die Meisterschaft.

Zum Zeitpunkt der Corona-Unterbrechung waren zwölf Spieltage absolviert und zumindest punktetechnisch steht Hanke mit seinem Team an der Spitze. Allerdings haust etwas überraschend die Zweitvertretung des SC Freiburg vor den Hessen. Diese hat das um drei Tore bessere Torverhältnis und sogar noch ein Spiel weniger gemacht als der TSV.

Hanke selbst kann mit der Saison bisher bedingt zufrieden sein. Wenn der Lüner nicht verletzt war, spielte er immer. Allerdings musste der Außenverteidiger auch in vier von acht Partien den Anpfiff von der Bank aus betrachten.

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