Ein Spielertyp wie Gattuso: Raphael Mark hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt

mlzWestfalia Wethmar

Raphael Mark probiert es eine Liga höher: Der Lüner Fußballer wechselt vom A-Ligisten Preußen Lünen in die Bezirksliga zum TuS Westfalia Wethmar. Dort will er so spielen wie Gennaro Gattuso.

Lünen

, 06.06.2019, 13:28 Uhr / Lesedauer: 3 min

Er sei ein echter Fighter und Malocher. Das sagt zumindest Volker Bolte, Sportlicher Leiter beim Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar, über den Neuzugang Raphael Mark. Der 25-Jährige wechselt vom SV Preußen Lünen zu den Grün-Weißen. Im Interview spricht Mark über seine Motivation, noch einmal Bezirksliga zu spielen, über sein Vorbild Gennaro Gattuso und über Fehler aus der Vergangenheit.

Raphael Mark, Sie spielen ab Sommer für den TuS Westfalia Wethmar. Warum haben Sie sich für den Klub entschieden?

Vom ersten Treffen an hat es direkt gepasst. Ich habe mich in Wethmar sofort wohlgefühlt. Nach zwei Jahren Verletzungsfreiheit hatte ich noch einmal Lust, in der Bezirksliga anzugreifen. Zwei Spieler kenne ich hier auch aus der Vergangenheit. Das Interesse von Wethmar war zudem da, deswegen hat das alles gepasst.

Ein Spielertyp wie Gattuso: Raphael Mark hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt

Raphael Mark in seinem neuen Drees der Wethmarer Westfalia. © Westfalia Wethmar

Volker Bolte hat gesagt, dass Sie noch einmal richtig Galle mitbringen. Kann man in Ihrem Fall sagen, dass Sie motivierter denn je sind?

Das ist schwierig zu sagen, weil ich immer eine gute Grundmotivation mitbringe und jedes Spiel gewinnen möchte. Ich habe aber auf jeden Fall richtig Bock auf die neue Aufgabe.

Bolte sagte auch, dass die Mannschaft noch mehr Typen brauche - Malocher und Fighter. Inwieweit würden Sie sich selbst so bezeichnen?

Damit hat Volker den Nagel auf den Kopf getroffen. Jeder, der mich beim Fußballspielen gesehen hat, weiß, dass ich eher über den Kampf komme, weil ich mit dem Technikbereich nicht soviel zutun habe (lacht). Viele, die mit mir zusammengespielt haben, vergleichen mich vom Spielstil her mit Gattuso. Fighter und Malocher passt - das sind die Stärken in meinem Spiel.

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Was wissen Sie von Ihrem neuen Verein schon?
Von Nico Stork habe ich schon viel Positives über den Verein gehört. Mein erster Eindruck war überragend. Das ganze Drumherum passt. Dazu gehören auch Trainer, Vorstand und Mannschaftsteile, die ich schon kennengelernt habe. Auch deswegen habe ich mich für den Verein entschieden.

Kommen wir zu Ihrer Preußen-Zeit. Sind Sie auch gewechselt, weil Sie sich dort nicht mehr wohlgefühlt haben?

So will ich das nicht sagen. Innerhalb der Mannschaft habe ich mich wohlgefühlt. Auch mit dem Sportlichen Leiter Daniel Serges und Trainer Steven Koch kam ich gut klar. Die Hauptgründe für den Wechsel nach Preußen waren ja Dennis Schulz, mit dem ich sehr gut befreundet bin und Steven Koch, unter dem ich mal spielen wollte. Der Hauptgrund für den Wechsel jetzt war, dass ich noch einmal eine neue Herausforderung gesucht habe und in der Bezirksliga angreifen wollte. Mit Preußen bin ich im Guten auseinandergegangen. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass ich wechseln muss.

Ein Spielertyp wie Gattuso: Raphael Mark hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt

Bei der SG Selm wurde Raphael Mark nie glücklich. © Reith

Wenn man Ihren Namen googelt, erscheint ein Artikel, in dem Sie Ihren Ex-Klub - die SG Selm - scharf kritisieren. Ärgert Sie das und bereuen Sie die Worte von damals?

Zu dem Zeitpunkt war ich noch etwas jünger und unreifer und vielleicht ein bisschen emotional, weil es bei Selm nicht so geklappt hat. Im Nachhinein betrachtet, war es vielleicht etwas unklug von mir, mich so scharf zu äußern. Aber ist auch halb so wild, ich möchte auch gar nicht so weit in der Vergangenheit herumstochern. Ich konzentriere mich auf die Zukunft. Im Nachgang betrachtet war es nicht clever von mir. Natürlich wurden da auch Worte gesagt, die ich im Nachhinein bereue, aber umso mehr habe ich mich gefreut, dass auch andere Vereine darüber hinwegsehen. Für meinen Job ist es natürlich blöd, wenn man nach mir googelt und direkt meinen Namen mit soetwas in Verbindung bringt.

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Die Zukunft heißt Westfalia Wethmar. Welche Ziele haben Sie mit dem Klub?

Wir wollen eine gute Rolle spielen und so viele Siege wie möglich einfahren.

Würden Sie noch einmal höher als Bezirksliga spielen - oder sind die Zeiten vorbei?

Aktuell habe ich mich damit nicht auseinandergesetzt, ob ich noch einmal höher spielen will. Ich werde im Sommer 26 Jahre alt. Ich konzentriere mich jetzt voll auf Wethmar und möchte nicht nach einem Jahr schon wieder den Verein verlassen.

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