Einen unentspannten Saisonendspurt hat nur der VfL Brambauer

Handball

Die Saison der heimischen Handballer blickt der Ziellinie entgegen. Wir blicken auf die Tabellenkonstellationen vor dem Endspurt. Für eine Mannschaft geht es noch um den Klassenverbleib.

Lünen, Brambauer

, 23.04.2019, 15:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einen unentspannten Saisonendspurt hat nur der VfL Brambauer

Sebastian Pohl (M.) und der VfL müssen sich noch zu mindestens einem Punkt quälen. © Timo Janisch

Drei Meisterschaftsspiele sind es noch für die meisten heimischen Handballer bis zum Ende der Saison. Die Oberliga-Handballer des SuS Oberaden können lediglich noch ein Spiel in der vierthöchsten Spielklasse genießen, die Verbandsliga-Frauen des VfL Brambauer haben noch zwei Spiele zu absolvieren. Die Entscheidung über den Ausgang der Saison ist in den meisten Fällen aber bereits gefallen - außer in einem.

VfL Brambauer, Landesliga-Männer: Die Tabelle der Landesliga 3 kann man drei Spieltage vor Schluss getrost als „ekelig“ bezeichnen. Der VfL steht als Sechster im gesicherten Mittelfeld, könnte man meinen. Doch die Brambaueraner haben nur zwei Punkte Vorsprung auf einen möglichen Relegationsplatz, so eng liegen die Teams in der Liga in den unteren zwei Dritteln beieinander. „Sicher ist noch gar nichts“, sagt Trainer Nadim Karsifi.

Positiv ist für den VfL: Das Restprogramm könnte schwieriger sein. Der VfL Gladbeck II, der TV Brechten und der bereits abgestiegene HTV Recklinghausen rangieren alle hinter den Brambaueranern.

Heißer Tanz gegen Brechten

Besonders das Heimspiel gegen Brechten - es wird das letzte für Karsifi an der VfL-Seitenlinie sein - könnte ein hitziges Duell werden. Schließlich könnte der Trainer seinen Jugendverein einen großen Schritt näher in Richtung Bezirksliga stoßen. Dass der VfL da zuhause spielt, „sollte ein Pluspunkt sein“, so Karsifi.

„Holen wir noch einen Punkt, sollten wir eigentlich durch sein“, sagt der 30-Jährige. Das wären dann 21 Pluspunkte - in den vergangenen Jahren hat das immer zum Klassenverbleib gereicht. Bei Gegner Gladbeck II gehe er allerdings „stark davon aus“, dass dort Unterstützung aus der Oberliga-Mannschaft aufläuft. Am Ende könne es auch auf die direkten Vergleiche ankommen, mahnt Karsifi. Viele davon werden noch ausgespielt.

SuS Oberaden, Oberliga-Männer: Nichts geht mehr für die klassenhöchsten Handballer. Nach dem Aufstieg geht es für die Cobras direkt wieder in die Verbandsliga. Bei noch einer zu absolvierenden Partie steht mittlerweile auch fest, dass der SuS den letzten Tabellenplatz nicht mehr los wird. Im abschließenden Heimspiel gegen den VfL Gladbeck geht es nur noch um einen positiven Saisonausstand.

VfL Brambauer, Verbandsliga-Frauen: Das stadtinterne Duell mit dem Lüner SV haben die Brambaueranerinnen, aktuell Tabellenfünfte, gewonnen. Sechs Zähler liegen sie vor dem LSV. Mit 25:15 Zählern liegt für den VfL sogar noch die Vizemeisterschaft in Reichweite - ein Erfolg gegen den aktuellen Zweiten DJK Coesfeld (28:12 Punkte) vorausgesetzt. Realistischer ist am Ende Rang vier oder fünf.

Lüner SV, Verbandsliga-Frauen: Ganz souverän haben die Lünerinnen die Klasse im ersten Jahr nach dem Aufstieg gesichert. Derzeit blicken sie auf ein ausgeglichenes Punktekonto (19:19) und haben noch ein Spiel mehr zu spielen als die Konkurrenz. Blickt man auf das Restprogramm, scheint es sehr realistisch, dass der LSV seinen sechsten Platz verteidigt.

Lüner SV, Bezirksliga-Männer: Der Abstieg in die Bezirksliga hatte sich über die ganze Saison angekündigt. Mit vier Zählern und nur einem Sieg steht der LSV auf dem letzten Tabellenplatz - und wird da auch bleiben. Für die Lüner geht es allerdings noch darum, aufstrebende Talente weiter in die erste Mannschaft zu integrieren.

Lesen Sie jetzt