Eklat vor Finale sorgt für Endspiel-Ausfall

Fußball: Krieger-Cup

Chaos am späten Sonntagabend: Beim Krieger-Cup des TuS Niederaden für Reservemannschaften in der Rundsporthalle, zugleich das Qualifikationsturnier für die Lüner Hallenfußballstadtmeisterschaften, ist B-Ligist Lüner SV II nicht zum Endspiel gegen C-Ligist SG Gahmen II angetreten. Grund dafür waren hitzige Auseinandersetzungen zwischen Spielern und Verantwortlichen beider Teams beim 2:2 in der Vorrunde.

LÜNEN

, 19.12.2016, 13:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Vorrunden-Gruppen des Krieger-Cups in der Rundsporthalle wurden gestern von den Favoriten bestimmt. Einzige Ausnahme: Das peinliche Ausscheiden des A-Ligisten BV Brambauer-Lünen U23. Das Team von Lukas Fluder verabschiedete sich sang- und klanglos ohne Punktgewinn aus dem Turnier. Etwas besser machte es der zweite Favorit in der Gruppe A, B-Liga-Spitzenreiter Lüner SV II. Zum Weiterkommen als Gruppenzweiter reichte das aber. 

Hitzig wurde es im abschließenden Spiel der Gruppe A. Der Lüner SV II und die SG Gahmen II, das lautstark angefeuerte Überraschungsteam der Vorrunde, trennten sich 2:2. Die Emotionen kochten über, besonders die Gahmener Verantwortlichen waren kaum noch in den Griff zu kriegen. Sportlich hatte das Remis keine Folgen: Beide Teams standen im Halbfinale. Wesentlich entspannter ging es in der Gruppe B zu. Titelverteidiger VfB II und Wethmars U23 dominierten.

Erleichterung bei Niederaden

Die Auseinandersetzung zwischen Lüner SV II und SG Gahmen II war auch der Grund, warum das Endspiel der beiden Mannschaften dann ausfiel. „Die Gesundheit meiner Spieler ist wichtiger als der Turniersieg“, sagte LSV-Vorsitzender Imdat Acar. Er hatte nach den Halbfinalpartien entschieden, dass die Lüner um Coach Kadir Kaya auf die sportliche Entscheidung verzichten. Kaya selbst hatte kurz zuvor noch gesagt: „Wir wollen Fußball spielen.“ Wenig später dachte aber auch er anders: „Wahrscheinlich ist das die bessere Lösung.“

Sascha Holz, Vorsitzender des Ausrichters TuS Niederaden, zeigte sich erleichtert: „Wir hatten selbst schon überlegt, das Turnier abzubrechen. Ich ziehe den Hut vor der Entscheidung des Lüner SV.“ Die Gahmener feierten derweil mit ihren zahlreichen Fans den Turniersieg. Genau wie der Lüner SV II als Zweitplatzierter werden sie in der Vorrunde der Hallenstadtmeisterschaften vertreten sein. Gahmen II trifft am 27. Dezember auf Lüner SV, BV Brambauer, BV Lünen und FC Brambauer. Der LSV II bekommt es am 28. Dezember mit Wethmar, VfB Lünen, TuS Niederaden, SV Preußen und SG Gahmen zu tun.

Sieg kurz vor Schluss

Ausgeglichen ging es im ersten Halbfinale zwischen der Gahmener Reserve und Wethmars U23, Topteam der Kreisliga A2 Unna-Hamm, zu. Nach etlichen Möglichkeiten auf beiden Seiten war es Gahmens Aslan Arslan, der mit einem Schuss ins lange Eck für die Führung sorgte. Wethmars Max Hane gelang per indirektem Freistoß der Ausgleich. Doch 22 Sekunden vor dem Ende brachte Emre Sezer die SG Gahmen II ins Endspiel.

Auch das zweite Semifinale war ein enges Duell. Erst drei Minuten vor dem Ende fiel der erste Treffer. Burhan Akgül traf für die Reserve des Lüner SV gegen Titelverteidiger VfB Lünen II. Aykut Isik glich 30 Sekunden vor dem Ende aus, das letzte Wort aber hatte Akgül: Er traf auf Vorarbeit von Murat Büyükdere mit der Schlusssirene. Die Spieler der Süder Reserve beschwerten sich heftig bei der Turnierleitung – natürlich ohne Aussicht auf Erfolg.

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