Erneute Derby-Absage: Jetzt fliegen Giftpfeile zwischen dem BV Brambauer und FC Brambauer

mlzFußball-Kreisliga B

Schon wieder wurde das Brambaueraner Derby abgesagt. Der BV Brambauer II hat nach der zweiten Absage genug und macht dem Gastgeber Vorwürfe - der ist davon überhaupt nicht begeistert.

Brambauer

, 15.12.2019, 19:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon wieder hat das Lokalduell zwischen dem FC Brambauer und dem BV Brambauer II nicht stattgefunden. Das Derby in der Fußball-Kreisliga B sollte eigentlich am Sonntagnachmittag nachgeholt werden, nachdem es Anfang Dezember witterungsbedingt abgesagt wurde. Nun die nächste Spielabsage.

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Dieses Mal flatterte die Absage wie schon vor zwei Wochen am Samstagnachmittag herein. Wieder könne auf dem Ascheplatz am Karrenbusch nicht gespielt werden, die Stadt Lünen hat den Platz des FCB gesperrt. Die Stadt ist der einzige Akteur, der einen Platz sperren kann, Vereine alleine dürfen das nicht. Auch das Spiel des TuS Niederaden gegen den Holzwickeder SC III sollte an der Kreisstraße auf Asche stattfinden, ist aber ebenfalls ausgefallen. „Wenn in Niederaden der Platz gesperrt wird, dann wird er bei uns natürlich auch gesperrt“, sagt Baskim Gavazi, Trainer des FC Brambauer.

Patrick Botta; „Der Karrenbusch hätte nicht besser aussehen können“

Gavazi hätte gegen die BVB-Reserve eigentlich sein Debüt als Linienchef des FC Brambauer feiern sollen. Stattdessen gibt es aus dem Lager des BVB Vorwürfe in Richtung FC Brambauer. „Uns ärgert die Absage total. Wir haben eine Woche länger trainiert, um bereit zu sein“, sagt BVB-Spielertrainer Patrick Botta. Seine Elf muss nun am 9. Februar 2020 am Karrenbusch antreten.

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Doch damit nicht genug. Spieler der Brambaueraner Reserve warfen am Sonntagmittag einen Blick auf den Sportplatz am Karrenbusch, hielten den Zustand wie schon vor zwei Wochen per Foto fest. Darauf ist ein größtenteils trockener Ascheplatz zu sehen. Allerdings hat die Stadt Lünen der Anlage erst kürzlich eine fehlende Dicke der Ascheschicht diagnostiziert und eine Sanierung, die rund 24.000 Euro kosten soll, beschlossen. Der Platz sei entsprechend trotzdem sehr weich, heißt es vom FC Brambauer. „Nachdem wir uns den Platz heute angeschaut haben, ärgert es mich, dass die Stadt den Platz so schnell sperrt, obwohl der Karrenbusch nicht besser hätte aussehen können“, hält Botta dagegen.

So sah der Ascheplatz des FC Brambauer am Sonntagmittag aus.

So sah der Ascheplatz des FC Brambauer am Sonntagmittag aus. © BV Brambauer

Der BV Brambauer hat indes eine andere Vermutung. Der FCB kommt weiterhin nicht zur Ruhe, nach dem großen Umbruch im Sommer haben weitere Spieler und auch Trainer Akin Bayrakli den Verein in der Hinrunde verlassen. Botta und der Tabellenzweite, der mit einem Sieg die Herbstmeisterschaft hätte feiern können, mutmaßen, dass der FCB nicht genügend Spieler hätten. „Ich habe auch überhaupt kein Verständnis mehr dafür, dass der FC ständig Ausreden sucht und findet, um ihre Spiel zu verschieben. Wenn die zu wenig Spieler haben, sollen die wenigsten so fair und ehrlich sein“, so Botta.

„Das ist Quatsch“, heißt es vom FC Brambauer

Beim FC Brambauer stößt diese Aussage auf Unverständnis. „Das ist Quatsch. Spieler haben wir, elf Mann kriegst du immer zusammen“, sagt Trainer Gavazi. Auch Vereinschef Ahmet Elikalfa sagt, diese Behauptung sei haltlos.

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Ein Ausweichen auf den Kunstrasenplatz in der Glückauf-Arena des BV Brambauer sei für den FCB indes keine Option gewesen, sagt Gavazi. In der vergangenen Saison war das noch der Fall. „Das würde ich nicht machen. Wir wollen auch Einnahmen haben, uns geht es finanziell selbst nicht gut“, so Gavazi, der sich selbst kein eigenes Bild vom Zustand des Karrenbuschs gemacht hat.

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