Erneuter Kreuzbandriss: VfL-Frauen ohne Vogel in Kaiserau

Handball

Schock für Frauenhandball-Verbandsligist VfL Brambauer: Die gerade erst genesene Rückraumspielerin Viviane Vogel hat sich erneut das vordere Kreuzband gerissen. Am Sonntag beim TV Germania Kaiserau will das Team dennoch alles geben. Die Oberadener Verbandsliga-Handballer empfangen den Tabellensechsten SV Westerholt.

LÜNEN

, 19.03.2015, 14:49 Uhr / Lesedauer: 3 min
Die Handball-Zeit ist für die erst 22-Jährige Viviane Vogel jetzt beendet. Der dritte Kreuzbandriss zwingt die VfL-Spielerin zu ihrem Laufbahnende.

Die Handball-Zeit ist für die erst 22-Jährige Viviane Vogel jetzt beendet. Der dritte Kreuzbandriss zwingt die VfL-Spielerin zu ihrem Laufbahnende.

Frauen-Verbandsliga 2 TV Germania Kaiserau – VfL Brambauer (Sonntag, 17 Uhr, In der Kaiserau, Kamen-Methler)

Großer Schock für Frauenhandball-Verbandsligist VfL Brambauer: Die gerade erst genesene Rückraumspielerin Viviane Vogel hat sich zum dritten Mal das vordere Kreuzband gerissen. Die 22-Jährige hat jetzt ihr Laufbahnende verkündet. „Das trifft uns alle sehr hart. Sie war in den letzten Jahren eine unserer besten Spielerin. Die Mannschaft ist sehr geschockt. Aber wir können ihre Entscheidung auf jeden Fall verstehen. Gesundheit geht vor“, sagt Trainer Uli Richter.

Trotz des Schocks wollen die VfL-Frauen beim TV Germania Kaiserau alles geben, um sich für die Hinspiel-Niederlage zu revanchieren. Bei Kellerkind Ahlener SG kassierte Kaiserau eine böse 18:30-Klatsche. „Das ist auf jeden Fall überraschend. Letztendlich weiß man aber nie, wer bei Kaiserau aufläuft“, so Richter. Brambauer will sich überraschen lassen.

Kreispokal-Finale gegen Oberligisten

Da Vogel nicht mehr aufläuft, Sanja Lasshof (Kreuzbandriss) und Tatjana Sahage (Bänderriss im Sprunggelenk) ebenfalls passen müssen, hat Richter gerade einmal acht Feldspielerinnen zur Verfügung. Seine Mannschaft bewies aber oft in der Vergangenheit auch mit einem dünnen Kader zu bestehen. 

Der VfL will diese Partie auch nutzen, um Selbstvertrauen zu tanken. Denn Sonntag (29. 3.) steht das Kreispokal-Finale gegen Oberligist HC TuRa Bergkamen an. „Wenn wir das Finale schon zu Hause austragen, dann wollen wir das auch gewinnen“, gibt Richter die Richtung vor. Zunächst heißt es aber in Kaiserau zu punkten, um Platz drei weiter zu verteidigen. 

Frauen-Landesliga 3 Lüner SV – SV Eintracht Dolberg (Sonntag, 18 Uhr, Kurt-Schumacher-Str. 41-49, Lünen)

Im Kampf um den Klassenerhalt müssen die Landesliga-Handballerinnen des Lüner SV in den letzten drei Saisonspielen unbedingt noch punkten. Doch die Aufgabe beim Tabellenzweiten Eintracht Dolberg kommt aber alles andere als gelegen. „Da hängen die Trauben ziemlich weit oben. Da muss von uns schon eine Sensation her wenn es mit den zwei Punkten klappen soll“, ist sich Coach Marcel Mai sicher.

Seine Mannschaft trifft auf eine starke Defensive. Mit gerade einmal 400 kassierten Treffern – das sind im Durchschnitt 21 Tore pro Spiel – hat Dolberg die beste Abwehr der gesamten Liga. Auch der Angriff mit 458 erzielten Treffern kann sich durchaus sehen lassen. Im Hinspiel kassierte Lünen eine deutliche 16:30-Niederlage. Auch in der 2. Runde des Kreispokals Hellweg hatte der LSV mit einer 27:39-Pleite deutlich das Nachsehen. „Da haben wir aber lange Zeit mitgehalten, sind erst zum Ende hin eingebrochen“, kann sich Mai erinnern.

Unmöglich ist die Aufgabe also nicht. Die LSV-Frauen müssen sich aber auf ihre Stärken besinnen, müssen im Torabschluss sicher und konsequent sein. In der Deckung sollten die Rot-Weißen auf Caroline Echtermann aufpassen. Die Rückraum-Linke stellte die Lünerinnen bereits im Hinspiel vor großen Problemen, ist im Eins-gegen-Eins sehr stark und kann auch gut aus dem Rückraum werfen, ist also stets torgefährlich. „Gegen sie müssen wir uns noch etwas einfallen lassen“, so Mai, der aus dem Vollen schöpfen kann.   

Verbandsliga 2 SuS Oberaden – SV Westerholt (Samstag, 19.45 Uhr, Legionärstr., Bergkamen)

„Westerholt hängt nach den Anfangseuphorien seinen Erwartungen hinterher. Nach dem Trainerwechsel scheint sich die Mannschaft aber stabilisiert und gefunden zu haben“, sagt SuS-Coach Ralf Weinberger über den Gegner, der gerade einmal einen Zähler mehr auf dem Punkte-Konto hat. Aktuell ist Philipp Jacob beim SVW Spielertrainer. Aus den letzten sieben Partien holte Westerholt unter Jacob auf der Spielmacher-Position fünf Siege und musste sich zweimal geschlagen geben. Eine Bilanz, die sich durchaus sehen lassen kann.

Aus dem Rückraum strahlen Linkshänder Thomas Kersebaum und Philipp Trattner stets Torgefahr aus. „Generell hat dieses Team großes Potenzial und hätte durchaus oben mitspielen können“, so Weinberger und legt nach: „Westerholt kann in dieser Liga jeden schlagen.“ Im Hinspiel verloren die „Cobras“ 25:27. Damals standen sie in der Deckung schwach.

Der SuS scheint in den letzten Wochen – auch aufgrund der gebeutelten personellen Situation – aber wie eine Wundertüte zu sein: Mal läuft er zu Höchstleistungen auf, wie beim 25:24-Sieg über Spitzenreiter OSC Dortmund, mal spielt er unterirdisch, wie beim HC Westfalia Herne, wo er 16:31 verlor. Gegen Westerholt setzt Oberaden auf seinen Heimvorteil. Coach Weinberger hat das gleiche Aufgebot wie zuletzt bei der HSG Vest zur Verfügung. 

Bezirksliga 5 Hammer SC – VfL Brambauer (Sonntag, 18 Uhr, Ostdorfstr., Hamm)

Auf Handball-Bezirksligist VfL Brambauer wartet bei der Hammer SC ein absolutes Spitzenspiel. Dabei empfängt der Tabellendritte den Zweiten VfL Brambauer. Beide Mannschaften trennt lediglich nur ein Punkt. „Wir werden mit breiter Brust in Hamm antreten und werden alles daran setzen, die Punkte mitzunehmen“, sagt Trainer Ingo Nagel.

Seine Mannschaft stellt sich aber auf ein schwieriges Spiel ein. Denn der Hammer SC ist ausgeglichen gut besetzt und lebt von seiner Flügelzange Tobias und Benedikt Welink. „Wir haben uns aber gut vorbereitet und gehen optimistisch ins Spiel. Wir wollen den Druck auf Dolberg aufrechterhalten und hoffen vor einer guten Kulisse zu spielen“, so Nagel. Der Coach muss auf Björn Benden (beruflich) verzichten. Dafür ist aber wieder Christoph Ruch an Bord.

TV Beckum – Lüner SV (Samstag, 19 Uhr, Konrad-Adenauer-Ring, Beckum)

Seit vier Spieltagen sind die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV ungeschlagen. Diesen positiven Trend wollen die Lüner auch in Beckum fortsetzen. Die Gegebenheiten sind diesmal aber anders. Denn in Beckum herrscht absolutes Harzverbot, was für den LSV eine große Umstellung ist. „Wir haben uns unter der Woche schon dran gewöhnt, haben mit den Bällen der A-Jugendlichen trainiert. Das macht mir keine Sorgen“, sagt Trainer Jürgen Weber.

Viel mehr bereitet ihm die personelle Situation Bauchschmerzen. Phasenweise waren nur sechs Mann beim Training. „Einige sind krank, andere verletzt und im Urlaub. Um ehrlich zu sein, weiß ich noch gar nicht, wer letztendlich dabei ist“, so Weber. Fakt ist aber, dass Dennis Kirchner (Urlaub) definitiv fehlt. Gleiches gilt für den Langzeitverletzten Falk Seeger.

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