Erst der Familienrat überzeugt Heinrich Wolff

Sportlerporträt

NIEDERADEN Heinrich Wolff ist der Held von Niederaden. Der Trainer des Fußball-A-Ligisten TuS Niederaden drohte seinen Spieler nach einer bösen Pleite mit Rücktritt und motivierte sie somit zu einer Top-Leistung. Ein Porträt.

von Von Marco Winkler

, 06.10.2009, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heinrich Wolff, der Trainer des TuS Niederaden.

Heinrich Wolff, der Trainer des TuS Niederaden.

Nur eine Woche nach dem desaströsen 0:3 beim Königsborner SV II, brachte die Wolff-Elf dem souveränen Spitzenreiter BSV Heeren die erste Saison-Niederlage bei. Und dieser Triumph war kein Zufall, sondern ein hochverdienter 4:0-Erfolg.

"Ich wusste die gesamte Zeit, zu was die Mannschaft im Stande ist. Gerade deshalb war ich so sauer auf die Leistungen", erinnert sich Wolff an den Zorn nach den Begegnungen gegen Frömern (1:2) und in Königsborn. "Einen schlechten Tag kann jeder einmal haben, doch in diesen beiden Spielen lag es nicht daran", analysierte der 49-Jährige und legte nach: "Es waren immer andere Ausreden da. Die Schuhe waren zu groß, dann war es ein Kunstrasenplatz und so weiter."Die Frau sagte Wolff: Es wäre feige, jetzt zu gehen

Wolff war enttäuscht, weil seine Kicker nicht mehr das umsetzten, was er verlangte. "Ich muss mir überlegen, ob ich weitermache", so seine Reaktion nach dem Abpfiff in dem Unnaer Vorort. Dass dies kein Frust, sondern Ernst war, zeigen seine Äußerungen einige Tage nach dem Spiel. "Ich habe lange darüber nachgedacht, mich aber zum Weitermachen entschieden."

Nun gestand Wolff: "Ich habe lange mit meiner Frau Claudia diskutiert und sie hat mir gesagt, dass es feige wäre, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen."

"Ich habe an die Ehre der Spieler appelliert" So machte Wolff weiter und setzte sich mit seinem Team zusammen. "Ich habe an die Ehre appelliert", berichtete Wolff im Nachhinein. Anschließend führte er noch Einzelgespräche mit seinen Akteuren.

Diese zeigten schließlich eine Reaktion, wie sie im Film. Gegen die Übermannschaft Heeren riefen die Blau-Weißen ihr gesamtes Potenzial ab, ließen den ambitionierten Gegner nicht auf das Niederadener Tor schießen. Auch in der Offensive lief es bestens, so erzielte der TuS sehenswerte Treffer, sodass der Trainer jubelte: "Es Tor schöner, als das andere." Für den Coach war dieser Erfolg eine besondere Erfahrung: "Da habe ich bemerkt, dass ich mit vollem Herzen dabei bin."Erfolgsgeschichte soll weiter gehen

So geht die Erfolgsgeschichte, die im Sommer 2007 begann, weiter. Denn unter Wolffs Leitung baute Niederaden nach dem Abstieg eine junge, hungrige Mannschaft auf, die im Vorjahr einen Siegeszug in der B-Liga hinlegte, die ihresgleichen sucht...

Lesen Sie jetzt