Erstes Pflichtspiel ohne Zottl: Der Lüner SV muss auch auf der Torwartposition rotieren

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An diesem Dienstag reist Fußball-Westfalenligist Lüner SV zum Kreispokal-Duell zum A-Ligisten FC Hellweg Lütgendortmund. Dem LSV fehlen mehrere Keeper - zudem ist die Offensive neu formatiert.

Lünen

, 03.02.2020, 16:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Vorbereitung endet für Fußball-Westfalenligist Lüner SV an diesem Dienstag - mit der Kreispokalpartie bei A-Ligist FC Hellweg Lütgendortmund (19 Uhr, Kunstrasenplatz, Limbecker Straße 70, Dortmund). Dementsprechend gehen die Lüner als haushoher Favorit in die Fünftrunden-Begegnung - trotz einer personellen Umstellung auf der Torwartposition.

Denn dem LSV fehlt an diesem Dienstag nicht nur die seit den Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften gesperrte etatmäßige Nummer eins Daniel Dreesen, sondern auch dessen regulärer Vertreter Michel Josch. Beim 2:1-Testspielsieg gegen Oberligist Schwarz-Weiß Essen am Sonntag kam der Keeper noch zu einem Einsatz über 45 Minuten, wurde dann ausgewechselt.

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„Er war vorher ein bisschen verletzt, da wollten wir Vorsicht walten lassen“, berichtet Trainer Christian Hampel. „Wir wollten ihm Spielpraxis geben, es aber nicht übertreiben. Es ist nichts Ernsthaftes, eine Reizung im Knie.“ Gegen Lütgendortmund soll Josch noch einmal aussetzen, sicher ist sicher. „Das Spiel ist auf Kunstrasen, die Halbzeit am Sonntag auf Rasen war okay“, erklärt Hampel.

Stattdessen rückt Keeper Nummer drei ins Rampenlicht. Alexander Ruscher hielt dem LSV in Halbzeit zwei auch den Sieg gegen Oberligist Essen fest. Ansonsten kann Hampel gegen Lütgendortmund auf den gleichen Kader wie am Sonntag zählen, nur die Langzeitverletzten fehlen.

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Nach starken Ergebnissen in den Freundschaftsspielen der Vorbereitung scheinen die Lüner für den Pflichtspielbetrieb gerüstet. Dem 1:1 im ersten Test gegen Oberligist TuS Ennepetal folgte ein 1:1 gegen Liga-Konkurrent SC Neheim, danach gab es einen 5:3-Erfolg gegen Landesligist Hombrucher SV und nun zuletzt den 2:1-Sieg gegen Oberligist Schwarz-Weiß Essen.

Gegen den A-Ligisten aus Dortmund steht für LSV-Coach Hampel an diesem Dienstag das eigene Auftreten im Vordergrund. „Wir wollen unser Ding durchziehen und eine Runde weiterkommen“, gibt der Trainer die Marschroute vor. „Wir wollen das ordentlich erledigen, bestenfalls ohne Karten und Verletzungen, damit wir da gut rauskommen und Sonntag gegen Sinsen in der Liga einen guten Start ins neue Jahr hinbekommen.“

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Mut für die Rückserie machen Hampel die Fortschritte bei der Verteidigungsarbeit. „Wir stehen defensiv besser als in der Hinserie, da haben wir gut gearbeitet“, sagt er. „Aber da gehört im Umkehrschluss auch eine gute Fitness, eine gute Physis dazu, und auch die haben wir uns jetzt erarbeitet. Das ist eine ganz wichtige Basis, die uns gefehlt hat.“

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Offensiv will der LSV nach dem Abgang von Toptorjäger Johannes Zottl zum Regionalligisten SV Lippstadt die Last auf mehreren Schultern verteilen. „Ich sehe uns offensiv jetzt schon auch recht flexibel“, erklärt Hampel. „Wir haben einige Spieler, die das spielerisch lösen können, wie Daniel Sekulic. Oder Nikolas Friedberg, der viel Schnelligkeit und Dribbelstärke mit ins Spiel bringt. Wir haben Talha Temur, der kombiniert das Ganze mit gutem Tempo, guter Physis und viel Herz. Die klassische Neun mit Fabian Pfennigstorf haben wir auch, da haben wir schon noch einige Möglichkeiten.“

Ohnehin: „Johannes Zottl wird nicht ersetzt, wir suchen neue Wege. Eins zu eins ersetzen kannst du ihn nicht“, sagt Hampel. Wie diese neuen Wege aussehen können, wird an diesem Dienstag im ersten LSV-Pflichtspiel des Jahres zeigen.

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