FC Nordkirchen setzt ein kleines Ausrufezeichen gegen den Lüner SV

Fußball-Testspiele

Das war deutlich: Gute Ansätze reichen dem Westfalenligisten Lüner SV nicht, um Bezirksligist FC Nordkirchen im Testspiel gefährlich zu werden. Nordkirchen setzte sich mit 4:0 durch.

Nordkirchen

, 18.07.2019, 22:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
FC Nordkirchen setzt ein kleines Ausrufezeichen gegen den Lüner SV

Ali Bozlar (l.) und dem Lüner SV fehlte die körperliche Präsenz gegen den FC Nordkirchen um Benjamin Siegert. © Timo Janisch

Eine beinahe peinliche Pleite auf der einen, ein eindrucksvoller Sieg auf der anderen Seite: Die Fußballer des FC Nordkirchen haben den Lüner SV im Testspiel am Donnerstagabend mit 4:0 besiegt. Dabei ließ der ambitionierte Bezirksligist dem nicht weniger ambitionierten Westfalenligist nur wenige Chancen.

Ersin Ekiz spricht von „Schockstarre“

Vor allem nach der Pause stand der LSV dabei völlig neben sich. Zwar traten die Lüner bei weitem nicht in Bestbesetzung an, doch erklärte das nicht die teils krassen individuellen Fehler. Nach einer Ecke stand Nils Venneker komplett frei vor LSV-Keeper Michel Josch, der die Arme schon fragend in Richtung Vorderleute hob, als der Ball noch gar nicht hinter der Linie war – 0:2. In Halbzeit eins hatte Benjamin Siegert den FCN nach einem leichtfertigen Ballverlust im Lüner Aufbauspiel in Führung gebracht, das erste Tor des Ex-Profis für seinen neuen Verein. „Dann ist erstmal Schockstarre“, sagte der Lüner Co-Trainer Ersin Ekiz.

FC Nordkirchen setzt ein kleines Ausrufezeichen gegen den Lüner SV

Die LSV-Defensiv um Noel Lahr (v.) schluckte vier Gegentreffer. © Timo Janisch

Das 3:0 für den Gastgeber besorgte Daniel Mikuljanac, der eine Hereingabe eigentlich unbedrängt per Kopf in die eigenen Maschen beförderte. Kurz darauf tankte sich Joachim Mrowiec auf der linken Angriffsseite Nordkirchens gegen drei LSV-Akteure durch und vollendete ins lange Eck.

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Nordkirchens Stellungsspiel klappt zuverlässig

Da mochte man kaum noch glauben, dass zunächst eigentlich die Rot-Weißen besser ins Spiel gefunden hatten. Lünen überspielte das Mittelfeld mit einfachen Mitteln, ließ hier und dort seine individuelle Klasse aufblitzen. Der Nordkirchener Führungstreffer machte all das zunichte. Zwar blieb der LSV nicht ungefährlich, das vorbildliche Stellungsspiel des FCN – Nordkirchen geriet im eigenen Strafraum nie in Unterzahl - verhinderte aber hundertprozentige Chancen für den eigentlich zu stark verstärkten LSV-Angriff.

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Nach dem vierten Gegentreffer fingen sich die Lüner etwas. Zwar endeten die meisten Angriffe immer noch mit verunglückten Ballannahmen oder Pässen, der LSV war dem Ehrentreffer aber immerhin näher als Nordkirchen dem fünften Tor. Ali Sener verpasste etwa am zweiten Pfosten, als Johannes Zottl lieber selber hätte abschließen sollen, Felix Rudolf und Phil Rosenkranz scheiterten per Kopf nur knapp.

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Florian Fricke: „Dann ist es vielleicht Kopfsache“

„Eine Vorbereitung kann solche Ergebnisse hervorbringen. Dann ist es vielleicht auch Kopfsache, dass die Mannschaft uns ein bisschen unterschätzt hat. Das haben wir eiskalt ausgenutzt“, sagte Nordkirchens spielender Co-Trainer Florian Fricke. Ekiz erkannte seiner Mannschaft die guten Ansätze und harte Trainingswoche an: „Du kannst den Jungs keinen Vorwurf machen.“

FC Nordkirchen: Sandhowe – Venneker, Tüns, Siegert, Fricke, Krüger, Närdemann, Manfredi, Mrowiec, Schwick, Eroglu – Jücker, Mangels, Kutscher, Voß, Handrup

Lüner SV: Josch – Rudolf, Ramsey, Zottl, Lahr, Ayaz, Yildiz, Halim, Bozlar, Mikuljanac, Sonna – Lucau, Ünal, Boudlal, Büyükdere, Rosenkranz, Celebi, Sener

Tore: 1:0 Siegert, 2:0 Venneker, 3:0 Mikuljanac (Eigentor) , 4:0 Mrowiec

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