Frank Regenbogen vom Lüner SV im Interview: „Ich fahre in dieser Saison zweigleisig“

mlzVolleyball-Verbandsliga

Frank Regenbogen ist neuer Trainer bei den Volleyball-Männern des Lüner SV. Wir haben ihn vor dem Saisonstart am kommenden Wochenende zum Interview getroffen.

von Dirk Buschmann

Lünen

, 19.09.2019, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Verbandsliga-Volleyball-Männer des Lüner SV werden seit Saisonbeginn von Frank Regenbogen trainiert. Nach langen Jahren im Münsterländer Frauen-Volleyball suchte Regenbogen eine neue Herausforderung und fand sie durch Vermittlung eines alten Kollegen aus aktiven Zeiten.

Herr Regenbogen, Sie kommen aus dem Münsterland nach Lünen...

Nicht direkt. Ich komme eigentlich aus der Kölner Bucht und habe aktiv für den VTHC Frechen gespielt. Erst beruflich kam ich ins Münsterland und habe bei Union Lüdinghausen gespielt, ehe ich Trainer wurde.

Und zwar im Frauen-Volleyball ab 2010 bei Oberligist ATV Haltern. Wie lange waren Sie danach bei DJK Adler Buldern?

Dort bin ich immer noch. Ich fahre in dieser Saison zweigleisig und betreue auch weiter meine Adler in der Frauen-Bezirksliga. Zum Glück liegen die meisten Spiele so, dass ich an fast jedem Wochenende beide Teams coachen kann. Falls nicht, können Martin Lehnhoff oder Rebecca Keenan mich vertreten.

Ist das nicht ein gewaltiger Spagat? Wieso suchen Sie sich Ihr zweites Standbein nicht im Münsterland, sondern in Lünen?

Dank meines Kollegen Marc Schmidt. Wir haben jahrelang zusammen in Lüdinghausen gespielt und den Aufstieg aus der Bezirks- in die Verbandsliga miterlebt. Marc spielt ja auch seit vielen Jahren beim LSV und der Kontakt war vor drei Jahren schon da. Und als Lünen einen neuen Trainer suchte, musste ich nicht lange überlegen.

Es fällt auf, dass gerade das Münsterland im Volleyball, zumal im Frauen- und Mädchensport, zur Hochburg avanciert ist...

...weil Volleyball traditionell ein Studentensport ist. Studenten kommen nach Münster, spielen Volleyball, bleiben in der Umgebung „hängen“ und bauen die umliegenden Vereine mit auf. Ausstrahlend vom Aushängeschild USC hat sich ein ganzes Netz aus Schul- und Vereins-Kooperationen gebildet, von Leuten geleitet, die das von der Pike auf gelernt haben.

Für die Löwen ist dies das zweite Jahr nach ihrem Aufstieg von 2018. Haben Sie schon irgendwelche Saisonziele abgesteckt?

Mein wichtigstes Ziel ist erst einmal, den Kader richtig kennenzulernen. Wir hatten zuletzt eine ziemliche Fluktuation hier, weil ständig Leute durch Beruf und Studium verhindert waren und noch sind. Pawel Wojdat etwa arbeitet als Koch, kann auch nicht auf Pfiff Feierabend machen und zum Training fahren. Die Verbandsliga-Staffel 4 ist für mich und die meisten Spieler absolutes Neuland, da wir vielen Gegnern noch nie begegnet sind. Aber von der Fitness her können wir auch in der Ostwestfalen-Liga mithalten.

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