Für Marcus Reis haben Beruf und Familie Priorität

mlzWas macht eigentlich...?

Marcus Reis war jahrelang Trainer beim Lüner SV und BV Brambauer. Nach der Saison 2013/2014 beendete er aber seine Trainertätigkeit beim BVB. Was macht er heute?

Lünen

, 19.02.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

In unserer Serie „Was macht eigentlich...?“ stellen wir diesmal Marcus Reis (47) vor. Er ist Fußballer mit Leib und Seele, seit über 30 Jahre im Geschäft, kickte selbst und war als Spielertrainer, Trainer und Nachwuchskoordinator tätig.

Seine letzte richtige Station als Chef-Coach war der BV Brambauer. Marcus Reis war von der Saison 2009/2010 bis zur Saison 2013/2014 in der Glückauf-Arena tätig. Davor stand er von 2008/2009 bis 2009/2010 beim Lüner SV an der Seitenlinie.

Aktuell ist er nicht mehr Trainer. Seine berufliche und familiäre Situation schränkt ihn zu sehr ein. „Ich habe dafür wirklich keine Zeit mehr. Als Trainer, vor allem auf Westfalenliga- oder Oberliga-Niveau, muss man Vor- und Nachbereitungen im Trainings- und Spielbetrieb treffen. Das schaffe ich leider nicht mehr“, sagt er. Reis ist als Kundendienstleiter eines Großhandels für Zahnärzte unterwegs, ist für knapp 55 Leute zuständig.

Familie hat Vorrang

So ganz ohne Fußball kann er aber auch nicht: Reis ist seit 2013/2014 Scout bei der U23 des BV Borussia Dortmund und kümmert sich um Gegneranalysen. Seine übrige Freizeit möchte er seiner Familie widmen. „Meine Frau hat lange Zeit wegen des Fußballs hinten an gestanden. Sie ist an der Reihe, genau wie meine Kinder. Wir gehen, wenn es zeitlich hinhaut, gerne unserem Sohn zugucken“, sagt Reis. Gianluca ist 20 Jahre alt und kickt für den Lüner SV in der Westfalenliga. Auch Tochter Luciana (17) wird weiter unterstützt.

Anfragen von diversen Vereinen als Trainer hat Reis immer wieder vorliegen. „Aber da sage ich nicht zu. Denn ich kann den Aufwand nicht betreiben. Das wäre dem Verein gegenüber nicht fair“, so der A-Lizenz-Inhaber. Für ein halbes Jahr war er in der Saison 2015/2016 noch als Unterstützer von Marko Schott beim BV Westfalia Wickede tätig. „Ich habe ihn da nur eine kurze Zeit lang unterstützt. So wie ich es einrichten konnte“, sagt er.

Marcus Reis gibt zu, dass ihm ab und an mal die Trainertätigkeit fehlt: „Na klar zuckt es hin und wieder mal. Aber ich bin realistisch genug, um das Ganze richtig einzuschätzen.“

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