Fußball: Juan Romero - die Gefühle für Spanien sind stärker

LÜNEN Einer der wenigen Deutschen, die beim Finale der Europameisterschaft nicht dem eigenen Team die Daumen drückten, ist der Fußballer Juan Romero. Der gebürtige Spanier kam 1979 im Alter von 16 nach Deutschland. Über die zwei Herzen in seiner Brust.

von Von Lenard Exner

, 01.07.2008, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Juan Romero freut sich über den Triumph seines Heimatlandes Spanien bei der Europameisterschaft.

Juan Romero freut sich über den Triumph seines Heimatlandes Spanien bei der Europameisterschaft.

Doch er war in seinem Herzen immer noch ein 05er und wechselte wieder in die Geist zurück. Anschließend kam der Wechsel zum TuS Niederaden, wo der heute 45-Jährige immer noch in der Altherren Mannschaft mitmischt.

Doch er war in seinem Herzen immer noch ein 05er und wechselte wieder in die Geist zurück. Anschließend kam der Wechsel zum TuS Niederaden, wo der heute 45-Jährige immer noch in der Altherren Mannschaft mitmischt.

Seine Familie teilt seine Leidenschaft jedoch nicht, denn sowohl die Frau Birgit als auch seine Töchter die Christina (16) und Lisa-Marie (17) spielen kein Fußball. Bei der Europameisterschaft 2008 drückte Romero über das ganze Turnier seinem Vaterland die Daumen. Und er hoffte, dass das Finale Deutschland gegen Spanien heißen würde.

Sein Tipp trifft ein - Deutschland gegen Spanien

Als es in der Tat so kam, freute sich Romero natürlich besonders und sein Tipp für dieses Spiel lautete 3:1 für die Spanier - obwohl er schon seit 29 Jahren in Deutschland lebt. Doch die Gefühle für das Vaterland, sagte er, waren stärker als die für seine Wahlheimat.

Das Finale verfolgte der Fußballfan bei Freunden in Bork, die seine Hoffnungen auf einen spanischen Sieg nicht teilten. "Es waren nur Deutsche im Raum. Ich war als einziger für den späteren Sieger", erinnert sich Romero.

Im Nachhinein war er davon überzeugt, dass Spanien noch mehr Tore hätte schießen können. "Wir hatten noch weitere Chancen und hätten das Ergebnis höher gestalten können. Trotzdem bin ich zufrieden", bilanziert er.

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