Fußballfabrik Ingo Anderbrügge besucht den VfB Lünen

Fußball

Qualifiziertes Training und exklusive Ratschläge eines Ex-Profis: Die Nachwuchsfußballer des VfB Lünen erlebten eine besondere dreistündige Trainingseinheit.

von Dirk Buschmann

Lünen-Süd

, 26.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jörg Lipinski betreute eine dreistündige Einheit beim VfB Lünen.

Jörg Lipinski betreute eine dreistündige Einheit beim VfB Lünen. © Dirk Buschmann

Etwas besonderes ließen sich Förderverein und Jugendvorstand des VfB Lünen 08 einfallen, um die Wiederaufname des Jugendtrainings zu feiern: Am Montag kam die „Fußballfabrik Ingo Anderbrügge“ unter Anleitung von Ex-Fußballprofi Jörg Lipinski an die Dammwiese, um drei Stunden lang mit den über 50 Nachwuchskräften des VfB zu trainieren.

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„Die Fußballfabrik war im vorigen Jahr anlässlich des Germanwings-Tages hier zu Gast“, erläuterte Sascha Kusserow, Vorsitzender des Fördervereins des VfB Lünen. „Seither waren wir im Kontakt. Die Jungs um Jörg Lipinski waren nach drei Monaten Fußball-Lockdown froh und dankbar, dass es wieder etwas zu tun gibt“, so Kusserow.

Fünf Gruppen trainierten beim VfB Lünen

Und zu tun gab es einiges an der Dammwiese: Fünf Trainings-Gruppen von jeweils zehn Kindern, auf die Ecken und die Mitte des Fußballfeldes verteilt, jagten dem Ball hinterher und erhielten eine kurze, aber intensive technische und taktische Schulung - etwa, dass eine gute Ballbehandlung nicht nur „cool“ aussieht, sondern vor allem Kräfte spart, etwa fürs Laufen in den jeweils freien, unbewachten Raum.

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Die etatmäßigen VfB-Trainer hatten in diesen drei Stunden dienstfrei, beobachteten und schrieben aber fleißig mit. Auch Trainer lernen bekanntlich nie aus.

Jörg Lipinski erklärt Bedeutung der Hygiene

In der „Halbzeit“ nach etwa anderthalb Stunden bat Jörg Lipinski zum gemeinsamen Seminar zum Thema Hygiene. Hier erfuhren die Kinder, dass das „lästige“ Duschen nach dem Training oder Spiel nicht nur dem besseren Geruch dient.

„Wenn Fußballer nach einem Auswärtsspiel ungeduscht im Kleinbus heimfahren, dann stinkt es im Bus noch tagelang“, so Lipinski. Körperhygiene ist darüber hinaus hochwichtig für die eigene Gesundheit - und damit für die Leistungsfähigkeit.

„Nach meinem ersten Profi-Training bei Rot-Weiß Essen kam Trainer Jürgen Röber zu mir und sagte, ich solle zum Zahnarzt gehen. Fehlstellungen und kranke Zähne können den ganzen Körper schwächen, auch ohne Zahnschmerzen“, so Lipinski.

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Er beherzigte den Rat, wurde Stammspieler und schaffte 237 Zweitliga-Spiele mit RW Essen, Fortuna Köln und RW Oberhausen. Sein Siegtor gegen Schalke 04 brachte RWE 1994 ins DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen.

In zwei Wochen gastiert die „Fußballfabrik“ erneut in Lünen. Am Montag, 6. Juli, sind die von 16 bis 19 Uhr bei BW Alstedde am Heikenberg zu Gast.

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