Gerd Kämmler - einmal VfL, immer VfL

Sportlerporträt

LÜNEN Er ist eines der Urgesteine beim VfL Brambauer: seit 1961 bei den Handballer aktiv, erst als Spieler, später als Traine, ganz früher auf Asche, dann in der Halle. Ein Porträt über Gerd Kämmler, der vor kurzem seinen 60. Geburtstag feierte.

von Von Carina Püntmann

, 13.10.2009, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gerd Kämmler.

Gerd Kämmler.

Doch wenn große Turniere in der Dortmunder Region anstanden, herrschte bei allen Akteuren große Freude - für die Spieler ein besonderes Erlebnis. "Das war immer etwas ganz besonderes wenn wir vom PSV Dortmund zu Turnieren eingeladen wurden", so Kämmler.

Doch wenn große Turniere in der Dortmunder Region anstanden, herrschte bei allen Akteuren große Freude - für die Spieler ein besonderes Erlebnis. "Das war immer etwas ganz besonderes wenn wir vom PSV Dortmund zu Turnieren eingeladen wurden", so Kämmler.

"Wenn man einmal Torwart ist, bleibt man immer einer" Das Urgestein durchlief sämtliche Jugend-Mannschaften beim VfL und holte mit den A-Junioren die Kreismeisterschaft - bis dahin sein größter Erfolg. Bei diesem großen Wettkampf schlug er mit seinem Team so einige große Clubs. Unter anderem den TuS Wellinghofen und OSC Dortmund.

Kämmler stand schon immer zwischen den Pfosten. Doch was fasziniert ihn an dieser Position? Kämmler: "Wenn man einmal Torwart ist, bleibt man sein Leben lang einer." Nach Beendigung der A-Jugend lief er für die Senioren auf. In der Zeit, wo der Handball von der Asche in die Halle wechselte.Spiel gegen die englische Nationalmannschaft

Vor vielen Jahren teilte sich der VfL mit dem Lüner SV die Rundsporthalle. "Da haben wir in der Bezirksklasse gespielt, bekamen vom LSV immer Trainingszeiten", erinnert sich Kämmler.Er spielte sogar gegen die englische Nationalmannschaft und war auf vielen internationalen Turnieren beteiligt. 

Bis zu seinem 50. Lebensjahr trug er das Trikot als Spieler. Damals lief er für die VfL-Vierte auf. Doch nebenbei begann seine Laufbahn als Trainer. Er coachte eine D-Jugend für zwei Jahre. Anschließend machte er eine kleine Pause. Doch weil ihm diese Arbeit so viel Spaß machte, entschloss er sich, die E-Mädchen zu trainieren.Als Jugendtrainer bis zur Oberliga-Meisterschaft

Diese begleitete er auch bis zur Beendigung der A-Jugend. Mit dieser Mannschaft, die vom Kern her fast alle zusammen blieben, feierte vor zwei Jahren die Oberliga-Meisterschaft, qualifizierte sich sogar zweimal für die Westfalenmeisterschaft. Auch auf Turnieren und im Pokal war die Truppe immer ein gefürchteter Gegner.

Doch wieso coachte er ausgerechnet Mädchen? Dazu fand Kämmler eine schnelle Antwort: "Mir hat es einfach Spaß gemacht, mein Wissen an junge Mädchen zu übertragen. Zudem herrschte früher bei uns im Verein Trainer-Bedarf. Da habe ich mich bereit erklärt."Ein Abschied für immer? Sicher nicht

Nachdem die A-Mädchen in den Frauen-Bereich wechselten, war auch Kämmler ohne Job. Wie schwer fiel ihm wohl der Abschied? Kämmler: "Nicht so schwer! Wenn ich meine ehemaligen Spielerinnen bei den Frauen sehe, freue ich mich, wie weit sie es gebracht haben."

Ein Abschied für immer? Mit Sicherheit nicht. Kämmler, bei dem noch der ein oder andere Altersgenosse sich noch eine Scheibe abschneiden kann, denkt nicht ans Aufhören: "Ich trainiere nun gemeinsam mit Nina Rose die E-II, eine Mischung aus Mädchen und Jungen!"

Bei so viel Engagement können sich die Handballer des VfL noch auf einige Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kämmler freuen.

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