GS Cappenberg zwischen Licht und Schatten

Fußball: Kreisliga A

Licht und Schatten liegen oft sehr nah beieinander. Manchmal liegen nur vier Tage dazwischen – so auch beim Fußball-Kreisligisten GS Cappenberg. Wir haben die kuriosen Tage der Grün-Schwarzen einmal zusammengefasst und viele Stimmen gesammelt.

Cappenberg

, 22.08.2017, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tim Jesella und Benedikt Stiens (r.) trafen je doppelt am Wochenende.

Tim Jesella und Benedikt Stiens (r.) trafen je doppelt am Wochenende.

Am vergangenen Mittwoch waren die Kreisliga-Kicker von GSC-Coach Patrick Osmolski noch der geprügelte Hund bei der 0:8-Niederlage – die höchste seit Jahren – im Kreispokal gegen den Oberligisten Hammer SpVg. Am vergangenen Sonntag war die gleiche Mannschaft dann der strahlende Sieger beim 7:0-Triumph – der höchste seit Jahren – über den Ligakonkurrenten Rot-Weiß Unna II. Doch was sagen die Akteure des Vereins selbst dazu?

Appel kann sich nicht erinnern

Gerd Appel, Vizepräsident Vereinsgeschäfte: „An so eine hohe Niederlage wie am Mittwoch im Kreispokal kann ich mich nicht erinnern. Ich weiß wohl noch, dass wir vor 20 oder 25 Jahren, das muss so Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre gewesen sein, in Seppenrade mit 1:9 verloren haben. Ich bin seit 1966 im Verein und seit 1978 im Vorstand – an einen höheren Sieg oder eine höhere Niederlage kann ich mich nicht erinnern.“

Patrick Osmolski, Trainer: „Das Spiel gegen Hamm und somit auch die Niederlage waren nicht im Fokus – die spielen in der Oberliga, wir dürfen die Niederlage nicht überbewerten. Genauso dürfen wir aber auch den Sieg gegen RW Unna II nicht überbewerten. Meine Jungs haben sich in einen Rausch gespielt, Unna war aber auch nicht in der Topbesetzung da – an manchen Tagen passt halt einfach alles.“

Gute Leistung der Mannschaft

Tim Jesella, Stürmer: „Wir haben direkt nach dem Sieg als Mannschaft diskutiert, ob wir so hoch schon einmal gewonnen hatten – da konnte sich jedenfalls keiner an etwas Vergleichbares erinnern. Als Stürmer fühlt es sich natürlich immer gut an, viele Tore zu schießen. Wenn man dann als Mannschaft noch so eine gute Leistung zeigt, umso besser. Endlich haben wir uns belohnt.“

Philipp Grenigloh, Torwart: „Uns war allen bewusst, dass es gegen die Hammer Spielvereinigung viele Gegentore geben wird. Unser Ziel war es, bis zur Halbzeit die Null hinten zu halten. Das ist uns leider nicht gelungen. Ich halte es aber sowieso für Schwachsinn, wenn Kreisligisten im Pokal auf einen Oberligisten treffen, das ist für uns nur eine bessere Laufeinheit, das Ergebnis steht da doch schon vorher fest. Ich denke, gegen RW Unna II haben wir uns dann den Frust runtergespielt.“

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