Handball in Lünen: Von emotionalen Kämpfen und Daumenkinos ohne Bewegung

mlzKommentar

Zwei ganz besondere Siege feierten die Handballer des VfL Brambauer und des Lüner SV am Wochenende. Leistungen, denen man großen Respekt zollen sollte, kommentiert unser Autor.

Lünen, Brambauer

, 19.11.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Knappe Siege sind nicht immer, eigentlich sogar nur selten etwas besonderes im Handball. Beide Mannschaften haben zunächst einmal gleich viele Angriffe, was sie daraus machen, liegt in ihrer Hand. Gerade innerhalb einer Liga sind knappe Spielausgänge an der Tagesordnung – und doch gab es an diesem Wochenende gleich zwei bemerkenswerte Partie mit Lüner Beteiligung.

Großer Respekt ist den Landesliga-Handballern des VfL Brambauer zu zollen. Mit neun Spielern – darunter ein Torwart, ein Defensivspezialist und Verstärkung aus der Reserve – trat der VfL bei Westfalia Hombruch II ein. Gegen den gleichwertigen Gegner zeigte Brambauer eine unglaubliche und emotionale, aber auch überlegte Kampfesleistung und kompensierte beinahe unersetzbare Ausfälle. Das 21:19 war der verdiente Lohn.

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Verdient hat sich auch der Lüner SV etwas besonderes. Nämlich die Tabellenführung in der Frauen-Verbandsliga. Erfolgs-Architekt Marcel Mai gibt sich gewohnt entspannt, sieht die Spitzenreiter-Rolle nach dem knappen 20:19-Heimsieg gegen Kinderhaus als Momentaufnahme an. Doch aus diese Momentaufnahme könnte womöglich ein Daumenkino mit wenig Bewegung werden. Denn das Team, das es zu schlagen gilt, hat sich in dieser Staffel noch nicht herauskristallisiert. Vielleicht wird es ja der Lüner SV.

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