Hannibal-Trainer Hamsa Berro über den LSV: „Ich möchte keine dreckige Wäsche waschen“

mlzTuS Hannibal

Als Ex-Spieler des Lüner SV weiß TuS Hannibals Trainer Hamsa Berro genau, warum der Westfalenligist in der Krise steckt und wieso die zweite Mannschaft besonders stark leiden muss.

Lünen

, 15.11.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich kenne den Verein in- und auswendig und auch, was für Unstimmigkeiten dahinterstecken“, sagt Hamsa Berro, der bis 2014 drei Jahre lang für die erste Mannschaft des Lüner SV in der Landesliga spielte. „Die hatten ebenso wie wir Rückschläge zu verkraften, nichtsdestotrotz hätte ich nicht gedacht, dass die so schlecht starten.“

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Die erste Mannschaft des Lüner SV sammelte in 13 Partien erst zwölf Punkte, verweilt momentan auf einem Relegationsplatz und würde bei diesem Stand in einem Entscheidungsspiel auf neutralem Platz um den Abstieg spielen. Daher läge laut Berro der Fokus ganz klar auf der Rettung der ersten Mannschaft, worunter im Umkehrschluss die Bezirksliga-Reserve zu leiden habe.

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„Solange die erste Mannschaft Probleme hat, wird auch die zweite Mannschaft Probleme haben“, sagt Berro. „Die Erste zählt, die zweite Mannschaft ist nicht so wichtig.“ Er persönlich findet es schade und würde sich wünschen, dass der Verein sich wieder aufpäppelt, aber „es gibt einige Personen im Verein, die sich durchsetzen wollen“, sagt Berro. „Ich möchte keine Namen nennen, aber ich kriege das ja von Freunden und Ex-Kollegen mit, möchte aber keine dreckige Wäsche waschen.“

Bei Hannibal läuft es

Der 31-Jährige, der sich als Trainer beim Bezirksligisten TuS Hannibal selbst nur noch im absoluten Notfall in der Offensive aufstellen würde, hat seine Rückschläge im Verein jedenfalls gut weggesteckt. Nach dem Abstiegskampf in der vergangenen Spielzeit, steht sein Team aktuell mit 23 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz der Staffel 8. Der SSV Mühlhausen-Uelzen (3., 26 Punkte), Rot Weiß Germania 11/67 (4., 26 Punkte) und BV Viktoria Kirchderne (5., 23 Punkte) sind nicht fern.

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Daher wurde das Saisonziel bereits zweimal nach oben korrigiert. „Erstes Ziel war nicht absteigen, aber wir sind gut in die Meisterschaft gestartet“, sagt Berro. „Platz drei bis sechs sind schon drin, aber das Ziel ist Top drei, das wäre ein schöner Saisonabschluss.“ Zu konstant seien die Leistungen vom Spitzenreiter DJK TuS Körne (36 Punkte) und seines Verfolgers Türkspor Dortmund 2000 (33 Punkte). Berro: „Die sind nicht mehr einholbar.“

Berro kehrt zurück zum LSV

Am kommenden Sonntag, 17. November, darf Berro beim Auswärtsspiel gegen die Zweite des Lüner SV an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren. Eigentlich mag der Trainer Spiele gegen zweite Mannschaften nicht. „Ich weiß aber, dass die Erste viele Verletzte hat, also werden Wenige von oben kommen.“

Den Sieg gegen die mit sieben Zählern auf dem letzten Tabellenplatz stehenden Lüner Reservisten plant Berro daher fest ein. Auf Hannibal-Seite sind die Akteure verletzungsfrei und der Trainer kann aus dem Vollen schöpfen.

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