Jascha Keller: „Wir sind nicht blauäugig“ beim BV Brambauer

mlzFußball-Bezirksliga

Obwohl der BV Brambauer im Mittelfeld der Bezirksliga angekommen ist, bleibt das Saisonziel ein minimales. Passend zum Hinrundencheck haben wir mit Trainer Jascha Keller gesprochen.

Brambauer

, 20.11.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach den anfänglichen Derbysiegen gegen Westfalia Wethmar und den Lüner SV II kam der Motor des BV Brambauer ins Stocken. Doch mittlerweile hat sich der Fußball-Bezirksligist gefangen und sich ins gesicherte Mittelfeld abgesetzt. Warum sich an den Saisonzielen trotzdem nichts ändert, verrät Trainer Jascha Keller im Kurz-Interview mit RN-Mitarbeiter Timo Janisch.

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Trotz der beiden Derbysiege zum Saisonstart begann die Saison zäh, Ihre Mannschaft sorgte kaum für Torgefahr und zeigte nur ganz selten gelungene Spielzüge. Was hat sich in der zweiten Hälfte der Hinrunde geändert?

Es ist so, dass wir es den Spielern irgendwann vermittelt bekommen haben, dass wir viel mutiger und selbstbewusster auftreten müssen. Sprich, dass wir mehr über den Ballbesitz und Kombinationen kommen. Im Endeffekt haben wir personell auch etwas umgestellt, haben die Innenverteidigung mit Dennis Köse und Joel Razanica anders ausgerichtet, sodass wir mit beiden das Spiel fußballerisch eröffnen. Ich denke schon, dass uns das teilweise gut gelungen ist, dass wir viele Chancen kreieren konnten und die dann auch besser genutzt haben als im ersten Drittel der Saison.

Gleichzeitig haben wir es nicht verloren, nach Ballverlust diszipliniert und zügig in die defensive Grundordnung zu kommen. Ausnahme ist natürlich der letzte Sonntag, aber das möchte ich tatsächlich ausklammern. Wenn wir die 14 Spiele davor sehen, damit kann man wirklich einverstanden sein. Ein Ausrutscher in einer Serie ist dann einem zugestanden. Wir haben jetzt fünf Siege, fünf Unentschieden, fünf Niederlagen. Wir haben vier dieser Niederlagen gegen die Top-Vier erhalten, das ist alles in Ordnung. Wir sind einverstanden mit der Hinrunde insgesamt und haben sogar sportlich einen Punkt mehr geholt als in der Hinrunde der letzten Saison.

Sie schauen in der Tabelle stets nach unten, der Klassenerhalt ist das Ziel. Wie groß ist die Zuversicht, dass der BV Brambauer dieses Ziel erreicht?

Die Liga ist einfach sehr, sehr ausgeglichen und sehr stark. Es kann jeder jeden schlagen. Wethmar punktete jetzt gegen Mühlhausen, auch der LSV II hat gegen Türkspor und Mühlhausen gepunktet. Es ist in jedem Spiel immer alles möglich. Deswegen bleibt unser Ziel nach wie vor der Klassenerhalt. Wir wollen möglichst rasch 35, 36 Punkte sammeln, vielleicht reichen auch schon weniger Punkte. Sobald wir sehen, dass wir da wirklich sicher sind, kann man über neue Ziele sprechen. Wir sind nicht blauäugig, bauen keine Luftschlösser. Es kann auch mal Serien geben, wo man fünf, sechs Spiele nicht punktet. Dann muss man sich schnell wieder nach unten orientieren. Wir tun gut daran, an diesem Ziel festzuhalten. Ich denke, dass das tatsächlich bis in den Mai hinein eine Sache sein wird, die uns in irgendeiner Form beschäftigen wird.

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