Junges Lüner Handballtalent unterschreibt Profi-Vertrag beim VfL Gummersbach

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Die Freude bei Mathis Häseler könnte aktuell wohl kaum größer sein. Jahrelang hat er in der Handballhalle einen Tag nach dem anderen trainiert. Nun zahlt sich für den Lüner diese Arbeit mit einem Profivertrag in Gummersbach aus.

Lünen

, 20.06.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Lüner Mathis Häseler hat allen Grund zur Freude. Er ist jetzt mit einem Profivertrag beim Handball-Zweitligisten VfL Gummersbach ausgestattet worden. Damit geht für den 17-Jährigen ein großer Traum in Erfüllung. „Für mich bedeutet der Profivertrag sehr viel und ich bin sehr glücklich, dass ich die Chance bekomme. Ein riesen Traum geht damit in Erfüllung“, sagt er. Für diesen Traum hat er aber auch in den vergangenen Jahren hart gearbeitet.

Häseler hat das Handballspielen beim Lüner SV gelernt. Durch seinen Vater Olav Häseler, der durch seine vergangene aktive Spielzeit und sein Engagement auf der Trainerbank im Seniorenbereich ein bekanntes LSV-Gesicht, kam er zum Lüner SV. „Mein Papa hat mich immer mit zu seinen Spielen genommen und auch als er noch beim LSV Trainer war“, erzählt er. Anfangs spielte er noch Handball und Fußball gleichzeitig. Auch beim Fußball war er sehr talentiert. 2014 war der 17-Jährigen noch beim Deutschen Fußballbund in der Talentförderung. „Allerdings habe ich damals Fußball immer ein bisschen vernachlässigt, weil mir Handball dann doch mehr Spaß gemacht hat“, sagt Häseler.

Vier Jahre lang fast 90 Kilometer zum Training

Dass das eine gute Entscheidung war, zeigte sich spätestens in der D-Jugend mit dem Wechsel nach Gummersbach. Damals nahm Häseler bei einem Handballcamp teil, wo er von einem Trainer des VfL Gummersbach angesprochen wurde. So kam damals der Kontakt zustande. Zu Beginn trainierte er dort einmal in der Woche, ehe er dann komplett nach Gummersbach wechselte. Vier Jahre lang pendelte er jeden Tag von Lünen fast 90 Kilometer zum Training. Vor zwei Jahren ging er dann ins Internat. Jetzt wird er aber in eine Wohngemeinschaft vor Ort ziehen. „Man vermisst seine Familie natürlich“, sagt Häseler und legt nach: „Aber in Gummersbach habe ich mich eingelebt, sodass alles ganz gut klappt.“

Häseler ist der Beweis dafür, dass Fleiß sich auszahlt, denn er verbringt nahezu jeden Tag in der Sporthalle, um zu trainieren, oft auch mehrmals am Tag. In der Jugend nahm er an Deutschen Meisterschaften teil und spielte meistens auch in höheren Altersklassen, wo er auch schon durchsetzen konnte. Zudem trat er mit der Nationalmannschaft des Jahrgangs 2002 auf und belegte in Baku bei den Youth Olympic Games mit dem Team den zweiten Platz.

Durch Videos lernt Häseler dazu

Häselers ist auf der Rechtsaußenbahn aktiv. Seine Stärken liegen ganz klar in seiner Sprungkraft und in der Schnelligkeit. Ähnlich wie bei seinem Vorbild Luc Abalo, der bei Paris Saint-Germain spielt und in der französischen Nationalmannschaft aufläuft. „Er ist in meinen Augen ein unglaublich guter Handballer. Ich versuche viel von ihm durch Videos abzugucken und das dann im Training auszuprobieren“, erklärt Häseler.

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Für die Zukunft hofft er sich in der 2. Liga zu etablieren und möglichst viele Spielzeiten zu bekommen. Neben seiner festen Position beim Zweitligisten, wird er auch ab und zu in der 3. Liga aushelfen. Zudem möchte er unbedingt weiter Bestandteil der Nationalmannschaft sein. Spiele in der Jugendmannschaft sind nicht mehr vorgesehen. Beruflich gesehen geht er aktuell noch zur Schule und macht sein Abitur. So viel Sport und Schule unter einen Hut zu bekommen, klappt bei ihm ganz gut. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und hoffe, dass ich mich weiterentwickeln kann“, erklärt Häseler, der nun seinen Traum leben will.

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