Klassenerhalt des Lüner SV rückt näher / Cobras und Brambauer verlieren

Handball: Ergebnisse

Der Lüner SV wird in seiner ersten Frauen-Verbandsliga-Saison wohl souverän die Klasse halten. Die Cobras kommen unter die Räder. Der VfL Brambauer rutscht weiter in die Abstiegszone rein.

Lünen, Oberaden, Brambauer

, 10.03.2019, 21:47 Uhr / Lesedauer: 3 min
Klassenerhalt des Lüner SV rückt näher / Cobras und Brambauer verlieren

Hannah Püschel steuerte fünf Tore zum Heimerfolg gegen das Schlusslicht bei. © Weitzel (A)

Frauen-Landesliga 3
Lüner SV – TuS Bommern 31:21 (11:9)

LSV-Trainer Marcel Mai gab die Marschroute vor. Gegen Schlusslicht TuS Bommern sollte unbedingt ein Sieg her. Zum Einen, um sich für die bittere Hinspiel-Niederlage zu revanchieren. Zum Anderen, um den nächsten großen Schritt in Richtung Klassenverbleib zu machen. Der Lüner SV ist als Aufsteiger auf dem besten Weg, den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern. „Wir benötigen jetzt noch einen Sieg. Dann sieht das alles richtig gut aus“, freut sich Mai.

Das große Saisonziel soll am Samstag, 16. März, um 19.15 Uhr bei Kellerkind SV Teutonia Riemke erreicht werden. Dank des 31:21-Erfolges haben die LSV-Frauen nun auch ein ausgeglichenes Punktekonto (17:17-Zähler) und sind nun direkter Tabellennachbar vom VfL Brambauer.

Im Spiel gegen den TuS Bommern liefen die ersten Minuten noch stockend. „Da hatten wir Probleme in der Deckung, standen oft zu offensiv und haben demnach Lücken gehabt, die Bommern ausgenutzt hat“, resümierte Mai. Dann steigerte sich sein Team aber und präsentierte sich vor allem in der zweiten Halbzeit vorbildlich. „Da haben wir uns die Bälle hinten geholt und haben über den Gegenstoß einfache Tore erzielt“, freute sich Mai.

Seine Mannschaft netzte konsequent ein und setzte sich so Stück für Stück ab. „Das waren ganz wichtige zwei Punkte für uns. Wir spielen bisher eine starke Saison und wollen diese nun mit dem frühzeitigen Klassenerhalt krönen“, so Mai.

Erfreulich war auch, dass er Nachwuchskeeperin Maike Krause einwechselte. Sie parierte zwei Bälle und leitete mit ihrem Pass auch einen Gegenstoß ein. „Das hat sie richtig gut gemacht“, lobte Mai und legte nach: „Wir sind da auf einem sehr guten Weg, die Jugend weiter zu integrieren.“ Neben Krause waren auch wieder Thia-Carolin Schmidt und Vanessa Marre im Kader, die ihre Sachen ebenfalls gut machten. Den umjubelten 30. Treffer erzielte Luca Köppen.

Lüner SV: Krause/Klostermeier – Schröder (3/2), Lieneke (4), Koeppen (1), T.-C. Schmidt (5/1), Püschel (5), Lohölter, J. Krause (2), Marre (1), A. Schmidt (1), Rempe (2), Dressler (6), Geisler (1)

Landesliga 3
Oespel-Kley – VfL Brambauer 36:29 (19:11)

Der SV Westerholt? Verloren. Eintracht Dolberg? Verloren. Der TV Brechten? Ebenfalls verloren. Die Konkurrenz im Abstiegskampf hat also Punkte gelassen. Es hätte ein erfolgreicher Spieltag werden können für den VfL Brambauer. Doch stattdessen verlor der VfL in Oespel und musste zudem mit ansehen, wie die ETG Recklinghausen den Brambaueraner Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz auf drei Punkte reduzierte.

„Wir haben echt nicht gut gespielt und verdient verloren“, sagt VfL-Trainer Nadim Karsifi. Oespel-Kley, starker Tabellendritter, ging direkt in Führung und feierte letztlich einen Start-Ziel-Sieg. Brambauer leistete sich zu viele technische Fehler, sodass den Gastgebern eine durchschnittliche Leistung reichte. Zwar machte der VfL den Dortmundern mit zahlreichen geblockten Würfen das Leben schwer, doch die Abpraller landeten meistens bei der DJK. „Es kam alles zusammen“, so Karsifi, der aber lobte: „Wir haben am Ende wirklich extrem gekämpft.“ Zehn Tore warf der VfL in der Schlussviertelstunde.

Einen Lichtblick sah Karsifi in Kreisläufer Rafael Pape, der elf Treffer erzielte. „Er hat ein sehr starkes Spiel gemacht“, so Karsifi. Er setzte zudem Rückkehrer Niklas Sporbeck – der als großgewachsener Linkshänder eine Alternative auf der rechten Seite ist – erstmals wieder länger ein. Sporbeck verletzte sich zum Pech für den VfL womöglich schwer. Es kam eben alles zusammen.

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter (2), Lüke (1), L. Langmann (3), Baggemann (6), Wißemann, Gärtner, P. Langmann (2/1), Pape (11), Maurer (1/1), Pohl, Sporbeck (3)

Oberliga
LIT Tribe Germania – SuS Oberaden 40:18 (21:9)

Im Vorfeld hatte Spielertrainer Alexandros Katsigiannis gehofft, dass sich das Ergebnis in Grenzen hält. Daraus wurde aber nichts. Die Cobras hatten beim Tabellenführer einige personelle Ausfälle. Gleich fünf Akteure fehlten.

Unter anderem lief auch Katsigiannis nicht auf (Muskelfaserriss in der Wade). Aus der Zweiten halfen wieder einige Spieler aus. Doch letztendlich sind die Cobras mächtig untergegangen. „Wir waren in allen Belangen unterlegen. Das trifft es deutlich. Ich kann dem Spiel auch nichts Positives abgewinnen. Das war eine Demonstration des Tabellenführers“, lautete das Fazit von Katsigiannis.

Fünf Spiele bleiben den Cobras noch. Darunter auch ge-gen die beiden Konkurrenten um den Klassenerhalt. Da der TuS Möllbergen gegen die TSG Harsewinkel mit 21:20 gewann, liegen die Cobras nun drei Punkte hinter dem Drittletzten. „Selbst wenn wir die beiden Spiele gegen Möllbergen und Harsewinkel gewinnen, brauchen wir irgendwo noch weitere Punkte“, so der SuS-Trainer.

Katsigiannis vermeldete darüber hinaus den Neuzugang von Lukas Altenberg, der von TuRa Bergkamen II kommt und als Perspektivspieler aufgebaut werden soll. Altenberg ist beruflich noch stark eingespannt, wird demnach vorwiegend in der SuS-Zweiten auflaufen.

SuS Oberaden: Schäfer/Klepping - Lau-ber (5), Hajduk (3), Noe (1), Herold (3/3), Stock (2), Wegelin (1), Maschewski, Braach, B. Stennei (2), Holtmann (1)

Das war wieder nichts. Bei der SGH Unna-Massen musste Handball-Bezirksligist Lüner SV erneut eine hohe Niederlage einstecken. Das Team kam mit 22:42 (9:22) mächtig unter die Räder. Dabei trat Lünen erneut stark ersatzgeschwächt an. Mit Blick auf die Tabelle sieht es weiter düster aus. Der Lüner SV ist das Schlusslicht der Tabelle, hat jetzt bereits vier Punkte Rückstand auf den Vorletzten Ahlen III. Bei noch sieben ausstehenden Partien müssten Überraschungssiege eingefahren werden, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.
Lesen Sie jetzt