Kreisliga A: Entscheidungen um Meisterschaft und Aufstieg rücken näher

LÜNEN Es gibt Mannschaften, gegen die sieht man einfach meist schlecht aus. Für den BV Lünen 05 gehört die Zweite von Westfalia Wickede dazu. Auch die zweite Mannschaft des BV Brambauer machte am Wochenende keine gute Figur und verlor ihre Partie in Husen mit 0:5. Die Lage bei den fünf Lüner Kreisligisten Dortmund im Blick.

von Von Bernd Janning

, 31.03.2009, 13:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kreisliga A: Entscheidungen um Meisterschaft und Aufstieg rücken näher

Volles Haus und gute Stimmung, das macht ein Lokalderby so attraktiv, wie am Samstag das A-Liga-Duell zwischen VfB 08 Lünen und SV Preußen 07 II (5:1) auf der Dammwiese.

40 Minuten hatte der BV Lünen den Gegner aus Wickede im Griff. Dann hauten sich die Mannen um Trainer Thomas Voigt zwei Dinger quasi selber rein - 1:3.

Am Sonntag (5. April) geht es zum Vorletzten nach Brackel, dann kommt Schlusslicht Phönix Eving. Voigt: "Sechs Punkte müssen her!" Das wird nicht leicht, da es neue Ausfälle in der Offensive gibt: Marco Prates wird operiert, Jan-Lukas Weiß macht drei Wochen Urlaub.

0:5 in Husen - nicht so sehr über das Ergebnis, vielmehr über die Einstellung seines Teams ist Trainer Wolfgang Sadlowski vom BV Brambauer 13/45 II enttäuscht. "Mir ist, als wehrt sich meine Elf nicht richtig, kämpft nicht", sagt er.

Der Coach hat aber auch personelle Probleme. In Husen musste er die sowieso angeschlagenen Kai Finke, Dawid Piontek und Lukas Fitkau auswechseln. Zum Glück ist Marcel Riepert wieder so gut wie voll fit. Der Coach: "Sonntag gegen den FC Lünen muss die Wende her. Aber es wird kein angeschlagener Spieler mehr auflaufen."Für den FC 74 bricht die Welt nicht zusammen - SVP II zuversichtlich

1:6 gegen Spitzenreiter FV Scharnhorst - den Minimalisten des FC Lünen 74 wurden die Grenzen aufgezeigt. "Der FV hat verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat aber bis zum Schluss alles gegeben. Sonntag in Brambauer geht es ganz normal weiter", sagt FC-Coach Erik Sobol. Die Welt bricht davon nicht zusammen. Fehlen wird Nervin Bevab.

"Asseln ist einen Platz und einen Punkt besser als wir auf Rang zehn. Wir wollen Sonntag dort siegen. Dann dürfte für uns das Thema Abstieg gegessen sein", gibt sich Trainer Martin Wisse bei Aufsteiger SV Preußen 08 II zuversichtlich. Mit Blick zurück erkennt er aus dem letzten Spiel den 5:1-Sieg des VfB Lünen 08 als verdient an, stellt aber fest: "Wir haben 20 Minuten clever dagegen gehalten, lagen dann nach zwei Stellungsfehlern innerhalb von zwei Minuten 0:2 zurück. Aber trotzdem mussten wir uns da nicht ergeben. Und wäre nicht mit Gespann gespielt worden, vielleicht wäre nicht zweimal Abseitsstellung gegen Andre Holz gepfiffen worden." Ein Sonderlob erhielt Preußen-Keeper Thorsten Rudel, der nach einem Jahr ohne Training einsprang. Wisse: "Rudel, Andre Most, Matthias Mytzka, ein Torwartproblem habe ich bestimmt nicht", so Wisse. "Der Mann kommt richtig aus dem Tor raus", lobte auch VfB-Coach Andreas Roch.

Scharnhorster Wochen beim VfB Auch der Tabellenzweite VfB 08 Lünen hat kein Torwartproblem. Der junge Wethmarer Alexander Ruscher, in der Winterpause vom Westfalenligisten BV Brambauer gekommen, kämpft gegen David Ringel um den Stammplatz. Roch, selbst gelernter Torwart, über den Youngster: "Nächste Saison nehme ich Alexander noch mehr unter meine Fittiche."

Für den VfB geht es mit den Scharnhorster Wochen weiter. Vom Papier her leichter ist die Aufgabe Sonntag beim Vierten, der Alemannia. Im nächsten Spiel, 14 Tage später, wird auf der Dammwiese die Meisterschaft entschieden. Dort tritt dann der drei Punkte bessere Spitzenreiter FV an.

Lesen Sie jetzt