26 von 30 Mannschaften haben sich auf eine Eingruppierung in die Dortmunder Kreisliga A1 beworben - auch die vier Lüner Vereine haben sich entschieden. Die SG Gahmen hat eine besondere Rolle.

Lünen, Gahmen

, 17.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir bleiben in der A2“, sagt Bülent Kara, Trainer bei der SG Gahmen und fügt hinzu: „Ich weiß aber, warum die wechseln wollen: Die A1 ist schwach, zumindest nicht so stark wie unsere Liga.“

26 der 30 Mannschaften haben sich auf eine Einteilung in die Dortmunder Kreisliga A1 beworben (wir berichteten).

Mit insgesamt zehn Neuzugängen sei Karas Kader auch stark genug für die nächsthöhere Klasse, die Bezirksliga. „Genau das Thema hatten wir heute“, sagt Kara. Am Mittwoch habe der Verein seine finale Stellungnahme zum Einspruch abgegeben.

Bülent Kara plant mit der SG Gahmen für die Kreisliga A sowie die Bezirksliga.

Bülent Kara plant mit der SG Gahmen für die Kreisliga A sowie die Bezirksliga. © Timo Janisch

Die SGG kämpft noch immer um den Aufstieg, den sie durch Corona knapp verpasst hat. Kara: „Wir planen für beide Ligen. Ob A2 oder A1 ist uns auch egal.“

Trainiert wird hier bereits seit drei Wochen; ab dieser Woche erstmalig an zwei Tagen in der Woche. Bis zum Start im September hat der Trainer einige Herausforderungen für seine Spieler geplant: „Wir haben acht bis neun Testspiele vor der Brust: drei Bezirksligisten, zwei Landesligisten, einen Westfalenligisten und drei Kreisliga-A-Ligisten“, sagt Kara.

Erster Kracher gegen BW Alstedde

Auch beim SV Preußen Lünen wird seit drei Wochen gearbeitet. Und auch hier steht bereits der Kader. „Bis auf ein Fragezeichen. Das wäre ein Zubrot“, sagt Trainer Stefan Urban.

Weitere Details sollen vorerst unter Verschluss bleiben. Selbst über Einsatzmöglichkeiten oder die Position des möglichen Neuzugangs wollte der Mannschaftschef nicht sprechen.

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„Das hat private Gründe. Die Position würde zu viel verraten“, erklärt Urban.

Pünktlich zum Start der Testspiele reisen die Preußen zum Bezirksliga-Aufsteiger BW Alstedde (18.15 Uhr). Über einen Wechsel in die Kreisliga A1 habe bei den Preußen keiner auch nur einen Gedanken verschwendet.

„Wir haben uns nicht für die A1 beworben. Das wäre auch viel weiter weg für uns“, sagt Urban. „Außerdem kennen wir die Gruppe, und es stand fest für mich, dass wir in die A2 kommen.“

Coach Patrick Botta vom BV Brambauer II habe sich um eine solche Bewerbung ebenfalls keinen Kopf gemacht: „Nö, wir haben uns nicht beworben. Dass die Lüner Vereine zusammenbleiben ist doch eigentlich klar, weil es ja keinen Sinn macht, die zu splitten.“

Patrick Botta ist Trainer der zweiten Mannschaft des BV Brambauer.

Patrick Botta ist Trainer der zweiten Mannschaft des BV Brambauer. © Timo Janisch

VfB Lünen plant Transfer

Daniel Skubich weist als Teil des Trainer-Teams beim VfB Lünen eine Bewerbung auf die Kreisliga A1 ebenfalls zurück: „Wir haben uns nicht beworben, aber ich kann mir vorstellen, warum die in die A1 möchten: Es kommen sehr viele Aufsteiger hoch, es sind überwiegend Dortmunder Mannschaften und die A2 wird stärker eingeschätzt.“

Aus seiner Sicht würde der Wechsel allein geografisch keinen Sinn ergeben. „Wir finden es erstaunlich, dass sich da so viele beworben haben“, sagt Skubich und fügt hinzu: „Wir würden doch nicht freiwillig auf Derbys verzichten.“

Beim VfB soll sich personell mindestens auf einer Position noch etwas entwickeln. Skubich: „Eine Vorstellung werden wir definitiv noch machen, denke ich.“ Trainiert wird hier seit vergangenen Donnerstag drei Mal in der Woche - vorerst. Auch das Team von Trainer Mark Bördeling testet am 26.7: Ab 16 Uhr spielen seine Mannen beim Bezirksligisten VfR Sölde.

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