Kreisligavereine gehen zum Teil vorsichtig mit neuen Lockerungen um

mlzFußball

Mit neuen Regelungen durch das Land NRW kommen auf die Fußballer der Lüner Kreisligavereine auch neue Möglichkeiten im Training zu. Doch nicht alle Klubs wollen die Lockerungen komplett ausreizen.

Lünen

, 12.06.2020, 14:34 Uhr / Lesedauer: 3 min

Für die Fußballer rund um Lünen gibt es gute Nachrichten. Denn durch die neue Lockerungen vom Land NRW dürften sie ab kommendem Montag, 15. Juni, wieder mit 30 Mann auf den Platz, um entsprechend nach den Hygieneregeln zu trainieren. Doch nicht alle Kreisligavereine wollen in der aktuellen Lage überstürzt handeln. Manche wollen sich bei der Stadt absichern, andere wollen zwar mit den Einheiten, auch in der Jugend beginnen, aber noch nicht von 0 auf 100 wieder einsteigen. Ein Überblick:

Für die Teams beim BV Lünen ändert sich laut Geschäftsführer Florian Dellbrügge durch die neuen Lockerungen im Grund genommen nur eine Sache im Training. „Wir können nun wieder ein Abschlussspiel machen“, erklärt er. Mit der ersten Mannschaft werde das aber wohl nicht realisiert, da dort ein Trainerwechsel sowie der Umbau des Teams ansteht. „Da macht es dann keinen Sinn, wenn die neue Zusammensetzung noch nicht steht.“

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In der Jugend wird erst nach und nach wieder mit dem Training begonnen. Die Trainer durften dabei selbst entscheiden, ob sie mit ihren Teams schon wieder auf den Platz zurückkehren wollen. „Nicht alle haben das Angebot wahrgenommen, weil sie es sich durch das Hygienekonzept noch nicht zugetraut haben“, erklärt Dellbrügge. Ab dem 15. Juni sollen durch die Lockerungen aber nun alle Teams mit ihren Einheiten starten, sodass auch die ganze Jugend „bespaßt“ werden kann.

Gespräche mit der Stadt geplant

Beim TuS Niederaden will man hingegen noch nichts überstürzen und erst noch Rücksprache mit der Stadt halten, um dann anschließend erst Entscheidungen zu treffen. „Wir warten nun auf das Okay, auch vom Gesundheitsamt“, sagt Vorsitzender Sascha Holz. Bei den nun veralteten Regelungen, als mit zehn Personen das Training erlaubt war, brauchte der Verein auch etwas Zeit, um wirklich bei allem zu 100 Prozent durchzusteigen. „Wir müssen genau wissen, was erlaubt ist und was nicht. Denn wir wollen nichts falsch machen.“

Wenn dann das Go komme, würde der TuS Niederaden auch die neuen Lockerungen mit in das Training einbauen. Bisher dürfen alle Spieler seit dieser Woche wieder zum Training, außer die Mini-Kicker. Dort wolle der Verein noch einmal Rücksprache mit den Eltern halten, da bei den Kindern mehr auf die Bedingungen geachtet werden müsse. Aber auch mit den neuen Lockerungen haben sich die Verantwortlichen bereits entschieden weiterhin nur mit einer Mannschaft auf dem Platz zu trainieren. „Wir wollen so das Risiko minimieren und die Kapazität durch nur vier Teams haben wir auch gegeben“, erklärt Holz.

Auch die SG Gahmen will sich noch einmal bei der Stadt absichern und mit David Littmann von der Lüner Sportverwaltung alle Regeln durchsprechen. Bisher waren die Trainer mit den Lockerungen noch ein wenig vorsichtig. „Wir hatten beispielsweise auch Angst, die Mannschaften vor Ort duschen zu lassen“, erklärt Ibrahim Ünal, 1. Vorsitzender. Bisher hat der Verein sich dafür entschieden, immer nur mit jeweils einem Team auf dem Platz zu trainieren und die erste sowie zweite Mannschaft auch nur eine Einheit in der Woche absolvieren zu lassen. „Alles andere war uns zu heiß“, so Ünal. Ab kommende Woche wollen sie dann nun aber vollständig mit 20 bis 25 Mann auf den Platz. Das sei durch die Größe der Anlage auch gut möglich. Ob dann nur lockeres Training oder auch Zweikämpfe stattfinden, soll das Gespräch mit Littmann klären.

Regeln nicht ganz ausreizen

Beim SV Preußen Lünen ist man zwar froh über die neuen Lockerungen, doch viel wird sich dadurch nicht ändern, weiß Geschäftsführer Peter Serges. „Bisher trainieren bei uns nur die erste und zweite Mannschaft, und das auch nur sporadisch. Die Jugend wird erst am 15. August mit dem Training beginnen. Das wurde auch zuvor bereits mit allen Trainern abgesprochen.“ Zwar werden die Spieler der beiden Teams ab kommender Woche jeweils in ihren Mannschaften zusammen auf dem Platz stehen, aber Trainingsspiele sind nicht angedacht. „Da wollen wir eher noch Abstand halten und Spiele gibt es ja sowieso nicht“, so Serges.

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