Lüner SV wirft Zottls Geniestreich einfach weg

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Wieder musste der Lüner SV eine Niederlage einstecken. In Wanne-Eickel waren krasse individuelle Fehler ausschlaggebend. Dabei hatte das Spiel eigentlich sogar gut begonnen.

Lünen

, 03.11.2019, 21:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalenliga 2
DSC Wanne-Eickel – Lüner SV 3:2 (2:1)

Wieder kein Erfolgserlebnis. Wieder ist der Knoten, den LSV-Trainer Christian Hampel seiner Westfalenliga-Elf diagnostiziert hat, nicht geplatzt. Die 2:3-Niederlage beim DSC Wanne-Eickel am Sonntag war allerdings vor allem auf individuelle, vermeidbare Fehler zurückzuführen.

Dabei hatte das Spiel so gut begonnen für den krisengebeutelten LSV. Nach zwölf Minuten zeigte Johannes Zottl seine individuelle Klasse und verwandelte eine Ecke direkt. „Da hatten wir zum ersten Mal seit Ewigkeiten Spielglück“, sagte Trainer Christian Hampel. Er musste aber auch einsehen: „Nur dann wollen wir es scheinbar nicht annehmen.“

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Zwei krasse individuelle Fehler und neun Minuten später – Noel Lahr und Matthias Göke waren die Übeltäter – lagen die Rot-Weißen nämlich schon 1:2 zurück beim Tabellenzweiten. Als „Katastrophe“ bezeichnete Hampel die beiden Aussetzer. „Dann liegst du aus dem Nichts hinten“, ärgerte sich Hampel. Von nun an war Wanne-Eickel am Drücker. Nur Zottl am langen Pfosten und Meris Memic mit einem Versuch aus 20 Metern sorgten nochmal für Lüner Torgefahr. „Das war schon sehr, sehr gut. In der ersten Halbzeit hat man genau das gesehen, worauf die Jungs auch Bock haben“, sagte DSC-Trainer Sebastian Westerhoff.

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Es dauerte nach Wiederanpfiff nur fünf Minuten, ehe sich der LSV mit dem nächsten kapitalen Fehler weiter ins Hintertreffen brachte. Felix Rudolf spielte ohne Not aus der Abwehrkette hinein in den Fuß der DSC-Offensive. Göke und Rudolf konnten die Situation nur mit einem Foulspiel lösen – der Elfmeter brachte das 3:1 für die Hausherren.

Auf den Punkt zeigte der Unparteiische fünf Minuten später allerdings auch auf der anderen Seite. Noel Lahr holte den Strafstoß raus, den – natürlich – Zottl verwandelte.

Für die Lüner war dies zumindest eine kurzzeitige Initialzündung. Daniel Mikuljanac scheiterte noch wenige Augenblicke später freistehend. Generell wurde der LSV jetzt stärker, hatte seine längste Druckphase in der gesamten Partie.

Wanne-Eickel schaffte es allerdings ohne weiteren Gegentreffer aus dieser Situation heraus und beruhigte das Spiel.

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Erst in der Schlussoffensive war Lünen, das mittlerweile nicht mehr im tiefen 3-5-2, sondern im 4-4-2 auflief, über einen längeren Zeitraum gefährlich. Passende Abschlussgelegenheiten erspielte sich der LSV aber kaum. Marcel Ramsey, der am Sonntag zunächst auf der Bank Platz nahm, scheiterte mit einem Kopfball am kurzen Pfosten – das war es.

„In der zweiten Halbzeit kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen“, sagte Hampel. Erneut mit nur wenigen Alternativen angereist, zeigte Lünen abseits der individuellen Fehler keine schlechte Leistung. Die Rot-Weißen stehen weiterhin auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Wanne-Eickels Trainer Westerhoff erkannte die Leistung der Gäste an: „Die Moral ist da. Das ist für einen Trainer nicht unwichtig zu sehen.“

Lüner SV: Dreesen – Rudolf, Göke, Reis – Ernst, Bozlar (77. Ramsey), Memic, Drees, Lahr – Zottl, Mikuljanac (71. Pfennigstorf)

Tore: 0:1 Zottl (12.), 1:1 und 2:1 Piechottka (17./21.), 3:1 Ginczek (50./Elfmeter), 3:2 Zottl (55./Elfmeter)

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