Kunstrasen: GFL besucht Sportplätze Alter Postweg und Kaubrügge

Fußball

Gegen Zwangsfusionen im Lüner Sport sprach sich die Wählergemeinschaft GFL (Gemeinsam für Lünen) bei ihren Besuchen auf den Sportanlagen der Fußballer des SV Preußen 07 am Alten Postweg und der SG Gahmen 24/74 auf der Kaubrügge aus. Auch das Thema Kunstrasenbau stand auf dem Programm.

LÜNEN

von Von Bernd Jannig

, 18.10.2011, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
GFL-Mitglieder statteten Preußen einen Besuch ab: Prof. Johannes Hofnagel (v.l.), Hans-Peter Bludau, Hans Birk und Gerhard Wiecek (beide SVP) sowie Peter Nichau.

GFL-Mitglieder statteten Preußen einen Besuch ab: Prof. Johannes Hofnagel (v.l.), Hans-Peter Bludau, Hans Birk und Gerhard Wiecek (beide SVP) sowie Peter Nichau.

Hauptthema in Horstmar war der Wunsch des SV Preußen, den Tennenplatz am Alten Postweg durch Kunstrasen zu ersetzen. SVP-Vorsitzender Hans Birk und Geschäftsführer Gerd Wiecek legten bereits 2009 Anträge bei der Stadt dafür vor. Man wäre bisher immer wieder vertröstet worden. Trotz der Enttäuschung gebe es aber kein Neidgefühl: "Wir haben mit allen Vereinen einen hervorragenden Kontakt", so Birk.

Das jetzt vorliegende Gutachten sieht vier Alternativen für eine Kunstrasenplatz-Realisierung in den südöstlichen Lüner Stadtteilen vor, wobei - so die GFL - soziale und andere qualitative Aspekte nicht berücksichtigt wurden.Wiecek: "Schlüssiges Finanzierungskonzept steht"

Geschäftsführer Wiecek: "Wir haben ein schlüssiges Finanzierungskonzept stehen. Wir sind jetzt dabei, das Zahlenwerk entsprechend aufzuarbeiten und der Sportverwaltung und den Ratsfraktionen diese bis Ende Oktober zukommen zu lassen, damit der Ausschuss für Bildung und Sport in seiner Sondersitzung am 15. November schon entscheidungsreife Unterlagen hat."

GFL-Fraktionsvorsitzender Johannes Hofnagel: "Es müssen allerdings auch die Interessen der anderen Vereine wie TuS Niederaden, SG Gahmen und BV Lünen in der jeweils individuellen Form berücksichtigt werden. Im Investitionshaushalt der Stadt könnten andere Einlagen für die teilweise überfälligen Platz-Investitionen wesentlich gekürzt werden."Gahmen hat Angst vor einer Platzschließung

Bei der SG Gahmen, derzeit Schreck der A-Liga-Spitzenteams, spürte die GFL die Angst vor der Platzschließung. SGG-Vorsitzender Friedhelm Hoffmann: "Laut Sportentwicklungsplan soll die Kaubrügge 2014 geschlossen werden und wir auf den Kunstrasen zum VfB auf die andere Hallenseite ziehen. Dann hätten wir ein Schicksal wie der FC Lünen 74 am Triftenteich." Im Entwicklungsplan wird zwar von einer Handlungsempfehlung gesprochen. Doch Gahmens Alfred Teutenberg, seit Jahrzehnten bei der SGG engagiert, fordert: "Unser Platz-Aus für Gahmen muss aus dem Konzept gestrichen werden." Der zweite Vorsitzender Michael Jäger fügte hinzu: "Die Zahlen für die Auslastung unserer Anlage sind überholt. Wir habe viele neue, gerade jugendliche Mitglieder. Das würde dann nicht alles auf die Dammwiese beim VfB passen."

Mit der Sportplatz- und Kunstrasenproblematik befassen sich am Mittwoch (19. 10.) in einer gemeinsamen Sitzung die Arbeitskreise Sport von SPD und CDU.

 

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