Kunstrasenpläne: Verärgerung beim TuS und Skepsis beim SVP

Fußball

Verärgerung bei den Fußballern des TuS Niederaden und eine Mischung aus Zufriedenheit und Skepsis beim SV Preußen. Das sind die Reaktionen auf die Idee der Stadt einen Kunstrasen am Alten Postweg zu bauen und beide Vereine darauf spielen zu lassen. Niederaden soll bis 2018 Zeit bekommen zur neuen "Heimat" überzusiedeln.

LÜNEN

von Von Marco Winkler

, 07.10.2011, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Noch wird am Alten Postweg auf Asche gespielt. Doch bald könnten sich der SV Preußen und der TuS Niederaden hier einen Kunstrasenplatz teilen.

Noch wird am Alten Postweg auf Asche gespielt. Doch bald könnten sich der SV Preußen und der TuS Niederaden hier einen Kunstrasenplatz teilen.

"Das Ergebnis ist ernüchternd und erschreckend. Das wäre eine deutliche Entscheidung gegen uns", so Sascha Holz, dritter Vorsitzender des TuS, der nachlegt: "Die Bedeutung für den Stadtteil wurde bei dieser Rechnung vollkommen vergessen." Er hat dabei vor allem Angst um die Zukunft: "Aus heutiger Sicht würden wir bis 2018 ausbluten!"

SVP-Vorsitzender Hans Birk freut sich zwar darüber, dass die Stadt offenbar einen Bau am Alten Postweg bevorzugt, zeigt aber auch Bedenken: "Für mich sind es bei dieser Version zu viele Mannschaften auf einem Platz. Das würde nicht funktionieren."Fusionieren der TuS und SVP ? Somit rückt eine Fusion der beiden Klubs wieder in den Fokus. "Aus meiner Sicht könnten wir nur so auf einem Platz auskommen. Das gilt auch für den Grünen Weg", so Birk zur geplanten gemeinsamen neuen Anlage, die aber aus Kostengründen in den Hintergrund gerückt ist. "Wir werden dieses Gutachten auf jeden Fall selber überprüfen, weil wir ein ganz anderes Kostenmodell haben", kündigt Holz an.

Wie Niederaden reagiert, sollte diese Entscheidung wirklich so vom Rat bestätigt, steht noch aus. "Wir müssen uns erst einmal zusammen setzen und schauen ob die Bereitschaft zum Postweg zu gehen da wäre", so Holz. Somit wäre bei den Blau-Weißen sicher eine Fusion ein Thema: "Bei uns war davon bisher nie die Rede. Ich habe aber das Gefühl, dass die Stadt uns dazu zwingen möchte", so Holz.

Mit der Kunstrasen-Frage beschäftigt sich auch die Wählergemeinschaft Gemeinsam Für Lünen (GFL) bei der Sitzung am Montag (10. 10., 19 Uhr) in der Geschäftsstelle.  

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