Lennart Cirkel ist das neue Küken bei BW Alstedde, hat sich aber schon bestens eingefunden

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Nicht nur, dass sein neuer Trainer sein Cousin ist. Auch sonst fühlt sich Lennart Cirkel pudelwohl beim A-Liga-Tabellenführer aus Alstedde. Sein Ziel ist aber nicht nur der Aufstieg.

von Nico Ebmeier

Alstedde

, 17.02.2020, 15:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aller Anfang ist schwer. Doch als jüngster Spieler in eine neue Fußballmannschaft zu kommen, nachdem man ein ganzes Jahr lang kein Fußball gespielt hat, ist mit Sicherheit ungleich schwerer. Doch Lennart Cirkel hat sich dieser Herausforderung gestellt und gehörte direkt in seinem ersten Pflichtspiel für Blau-Weiß Alstedde zur Startelf.

„Es war schon ein hartes Stück Arbeit, sich richtig zurecht zu finden“, sagt der gerade einmal 20-Jährige. Ein Jahr lang hatte sich Cirkel ins Fußball-Exil begeben und machte „nicht, was irgendwie mit Fußball zusammen hing.“ Nur ein bisschen den Körper fit halten, das war okay.

Davor wurde Lennart Cirkel bei Westfalia Wethmar und dem SuS Oberaden ausgebildet, doch speziell beim SuS konnte sich der Rechtsfuß nicht durchsetzen. Es reichte in der vergangenen Saison gerade einmal zu acht Einsätzen, in den Jahren 2018 und 2019 schoss er nicht ein einziges Tor. Also hängte er die Fußballschuhe vorerst an den Nagel.

Sein neuer Trainer Tim Hermes ist sein Cousin

Zwei gute Bekannte zeigten Cirkel dann allerdings wieder die Liebe zum runden Leder. Mit Nico Christiansen und Luca Splittgerber hatte der Jungspund nämlich in Wethmar schon zusammen gespielt und die erzählten ihm nur Gutes von den Blau-Weißen. Zusätzlich war da auch noch Tim Hermes, Trainer bei Alstedde und gleichzeitig Lennart Cirkels Cousin. „Gefühlt vom ersten Tag an, wollte er mich abwerben. Er hat immer wieder gefragt, ob ich es nicht mal versuchen möchte und irgendwann habe ich aus dann einfach ausprobiert“, sagt Cirkel.

Der Aufstieg ist nicht Lennart Cirkels einziges Ziel

Schon nach dem ersten Training entschied er sich dazu, von nun an das Blau-Weiße Trikot zu tragen. Als Zehner möchte er nun bei Alstedde die Fäden im Angriff ziehen und am Liebsten zum Ende der Saison den Aufstieg feiern. Ganze 13 Punkte liegt Alstedde vor dem Verfolger aus Gahmen.

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Da dürfte doch nichts mehr schief gehen, oder? „Das darf man so niemals sagen. Wir haben am vergangenen Wochenende gemerkt, dass man noch einige Punkte abschenken kann, wenn man nicht voll konzentriert ist“, mahnt der Neuzugang. Am Sonntag hatte Alstedde gegen Schüren II schon klar mit 3:0 vorne gelegen, hätte aber beinahe trotzdem noch den Ausgleich kassiert.

Aber auch persönlich hat das „Küken“ noch ein großes Ziel. „Ich will unbedingt Stammspieler werden“, sagt Lennart Cirkel. „Nur, weil ich jetzt ein Spiel gestartet habe, heißt das nichts. Wir haben viele starke Spieler, die gerne für mich auf dem Platz stehen wollen.“

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