LSV-Frauen halten die Klasse – die Ergebnisse

Handball

Die Erleichterung ist groß: Mit einer starken kämpferischen Leistung haben die Landesliga-Handballerinnen des Lüner SV einen Heimsieg gegen den Fünften Gelsenkirchen gelandet. So sicherten sich die Lünerinnen den Klassenerhalt am letzten Spieltag. Alle überkreislichen Spiele: hier in der Übersicht.

LÜNEN

, 17.04.2016, 20:43 Uhr / Lesedauer: 4 min
Anna Schmidt (l.) erzielte drei Treffer beim Sieg der LSV-Handballerinnen gegen Gelsenkirchen.

Anna Schmidt (l.) erzielte drei Treffer beim Sieg der LSV-Handballerinnen gegen Gelsenkirchen.

Verbandsliga 2 TuS Bommern – SuS Oberaden 25:25 (11:13)

Die Cobras starteten gut in die Partie. Rechtsaußen Mats- Yannick Roth, Rückraumspieler Bastian Stennei und Kreisläufer Bastian Herold warfen eine 3:0-Führung heraus und führte nach zehn Minuten durch den zweiten Treffer von Stennei beim 2:6 sogar mit vier Toren. Bommern kam danach aber besser in die Partie, stellte sich auf das variable Angriffsspiel des SuS ein. Der Gastgeber kam Tor um Tor auf und war beim 8:8 (21.) plötzlich wieder dran.

Das Spiel war jetzt ausgeglichen. Nach einer Zweiminuten-Strafe für Roth und einem Torwartwechsel schien Bommern das Spiel zu drehen. SuS-Trainer Ralf Weinberger nutzte eine Auszeit, um sein Team für die letzten Minuten vor der Pause neu zu positionieren. Oberaden kam wieder auf und erspielte sich zur Pause einen knappen Vorsprung von zwei Toren.

Hälfte zwei startete ähnlich wie Halbzeit eins. Oberaden zog nach zwei schnellen Treffern durch Sebastian Pohl und Roth auf 11:15 davon. Nach drei Treffern in Serie war der TuS jedoch wieder dran und glich beim 18:18 (41. erstmals wieder aus. Bis zum 23:23 legte der SuS immer vor und Bommern konterte immer wieder zum Ausgleich. Als Pohl in der Schlussphase das 23:25 erzielte, wähnte sich der SuS auf der Siegerstraße. Der Gastgeber zeigte Moral und setzte Sekunden vor Ablauf der Zeit den Ausgleichstreffer. „Wir haben uns das Leben schwer gemacht“, war Spieler Roth mit dem Punkt zufrieden.  

TEAM UND TORE SuS: Massat/Klepping - Hajduk 1, Herold 5, Fehring 3, Pohl 3, Roth 4, Mork 2, Stennei 6, Schichler, Rossfeldt 1

Frauen-Verbandsliga 2 VfL Brambauer – TV Germ. Kaiserau 32:29 (17:16)

Die Brambauerinnen starteten gut in die Partie und lagen schnell mit 3:0 vorn. Es entwickelte sich ein spannendes Duell. Für das Kaiserauer Team war es das letzte Spiel in der Verbandsliga, weil es sich nach dem Saisonende auflöst. Dennoch verlangte der Gast dem VfL einiges ab. Mit einem 5:0-Lauf drehten die Gäste das Spiel. In einer engen ersten Hälfte behielt Kaiserau – bis dato Tabellendritter – lange eine knappe Führung. Kurz vor der Pause drehte der VfL jedoch das Ruder um.

Nach dem Seitenwechsel trumpfte Brambauer mit einem konzentrierten und aggressiven Spiel auf und setzte sich zwischenzeitlich auf 26:19 ab. Die Sieben von Trainer Uli Richter sah bereits wie der sichere Sieger aus. Durch Unzulänglichkeiten im VfL-Angriff kam Kaiserau allerdings noch einmal heran. Drei Minuten vor dem Ende lag der VfL plötzlich nur noch mit 29:28 vorn, konzentrierte sich allerdings noch einmal in der Schlussphase und sicherte den Sieg.

TEAM UND TORE VfL: Wulf/ Piepenkötter - Seidel 2, Karau 2, Rykowski 8, Holz 2, Sahage, Juchems 11/6, Karschewski, Pötter 1, Ruhr 2/2, Leismann 2, Neumann 2, Lasshoff

Frauen-Landesliga 3 Lüner SV – DJK SW Gelsenkirchen-Süd 24:18 (10:8)

Von Beginn an war es eine umkämpfte Partie in der Lüner Rundsporthalle. Es galt den Sturz auf den vorletzten Platz, der die Abstiegsrelegation bedeutet, zu verhindern. Die robuste Deckung der Gelsenkirchener Gäste machte es den Lünerinnen schwer. „Es war ruppig, spielerisch also nicht so schön“, sagt Trainer Marcel Mai. Nur wenige Tore fielen in den ersten 30 Minuten. Lünen tat sich in der Offensive schwer. Zwar geriet die Mai-Sieben nie in Rückstand. Doch Gelsenkirchen blieb den Lünern stets auf den Fersen. Nach acht Spielminuten etwa lag der LSV mit 3:1 vorn, ehe die Gäste ausglichen.

Das Team aus der Rundsporthalle nahm den Kampf an, stand in der Deckung gut. Doch Probleme bereitete die Gelsenkirchener Linkaußen-Spielerin. Es dauerte, bis das Mai-Team diese Gegenspielerin im Griff hatte. Nach dem Wechsel ließ die Lüner Defensive mehr als zehn Minuten lang keinen Gegentreffer zu. In dieser spielentscheidenden Phase setzte sich der LSV auf fünf Treffer ab. Zwischenzeitlich kam die DJK zwar noch einmal auf drei Treffer heran. Doch wirklich gefährdet war der Lüner Sieg dann nicht mehr, sodass man in der Schlussphase den Vorsprung auf sechs Tore ausbaute.

„Wir sind froh, dass wir nicht in die Relegation müssen und nun zwei Wochen früher in die Pause gehen können“, war Coach Mai erleichtert über den Klassenerhalt. „Nun können wir erst einmal abschalten und individuell weiterarbeiten. Ab Ende Mai geht es in die Saisonvorbereitung, damit wir im nächsten Jahr nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“

TEAM UND TORE LSV: Klostermeier, Fetting - Schröder 4/1, Lieneke 1, Blümel, Hülsewede 2, Köppen, L. Krause 1, Püschel 2, Lohölter 5, C. Schmidt 1, J. Krause, Hangebrauck 5/3, A. Schmidt 3

Bezirksliga 5 VfL Brambauer – Jahn Dellwig 36:23 (20:8)

Für Nadim Karsifi, Trainer der Bezirksliga-Handballer des VfL Brambauer, ging es im Spiel gegen den Tabellenletzten darum Selbstvertrauen für das Relegationsspiel und das Derby am letzten Spieltag zu tanken. Dementsprechend engagiert ging der VfL in der Anfangsphase zu Werke. Trotz zahlreicher personeller und taktischer Umstellungen hatte der VfL in der Anfangsphase einen Lauf und führte mit 8:0.

„Das war wunschlos glückliche, alle haben sich enorm reingebissen“, sagte Karsifi, der erst nach zehn Minuten den ersten Treffer der Gäste sah. Brambauer spielte weiter konzentriert und führte zur Pause klar mit zwölf Toren Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel war die Luft raus. Brambauer zollte dem hohen Anfangstempo Tribut und war jetzt nicht mehr so spritzig. Dellwig kam in den letzten zehn Minuten des Spiels auf und hatte einen 7:3-Lauf. „Das war nur noch Ergebniskosmetik“, so Karsifi, der mit seinem Team am letzten Spieltag beim LSV ran muss.

TEAM UND TORE VfL: Welski/Bauer - Benden 1, Varhotov 3, Kurt 5, T. Greinert 4, Freitag 1, P. Langmann 2, Lasdowski 3, L. Langmann 6, Lueke 1, Neve 3, Sporbeck 7, Pape

TV Ennigerloh – Lüner SV 33:30 (13:15)

Der Lüner SV hat das Kellerduell der Handball-Bezirksliga in Ennigerloh trotz guten Spiels verloren. Jetzt könnte der Abstieg drohen. Einmal mehr standen dem LSV nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung. „Das zieht sich schon durch die ganze Saison“, ärgert sich Coach Jürgen Weber. Sein Team war beim Tabellennachbarn dennoch sehr engagiert. In einem Duell auf Augenhöhe führten die Lüner knapp zur Pause. Doch zum Ende der Begegnung haperte es mangels Alternativen an der Kondition.

Damit droht dem LSV am letzten Spieltag der Sturz auf den vorletzten Rang. Denn der LSV empfängt Aufstiegskandidat Brambauer, während Konkurrent Beckum beim Schlusslicht Dellwig gastiert. „Wir wissen nicht, ob der Vorletzte auch absteigt“, warnt Weber. „Ich bin froh, wenn wir nicht absteigen und ein Haken hinter die Saison machen. Mich stört, dass kein verletzter Spieler unsere Spiele sieht.“ 

TEAM LSV: Hangebrock - Gärtner, Hadac, Lammeck, Baggemann, Seeger, Bekel, Schünemann, Dornseifer

Bezirksliga 5 RSV Altenbögge – SuS Oberaden II 22:20 (12:10)

Das Team von SuS-Trainer Björn Grüter kam zunächst gar nicht gut in die Partie. Schnell lag der SuS mit 0:4 hinten. Grüter sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen, um sein Team neu einzustellen. Dies gelang. Oberaden war jetzt im Spiel, verkürzte beim 8:6 den Rückstand auf zwei Tore und hielt Altenbögge in Schach. Nach dem Seitenwechsel zog der RSV zunächst wieder davon. Oberaden kämpfte sich beim 16:14 und 19:17 wieder heran. „Jedes Mal haben wir aber danach entweder den Angriff verdaddelte oder einer technischen Fehler gehabt“, sagte Grüter.

TEAM UND TORE SuS: Markus/Schaumann - Gonschewski 1, Wagner 2, Jaszmann 1, Rodefeld 3/2, Krock 3, Tietz 1, Neureiter, H. Schuchtmann 6, Grosser 1, Stratmann, Schwinger 1, Schumacher 1

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