LSVer Ekici: ''Oberliga wäre nicht verkehrt''

Fußball: Landesliga

Volkan Ekici war in der Hinrunde der überragende Spieler der Landesliga 3. Der offensive Mittelfeldakteur bestritt alle 16 Partien für Spitzenreiter Lüner SV, erzielte sieben Tore und bestimmte das Spiel der Rot-Weißen. Jetzt hat Ekici seinen Vertrag beim LSV um ein Jahr verlängert. Im Interview spricht der 24-Jährige über die Gründe, das Team und seine Ziele.

LÜNEN

, 06.02.2016, 06:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nicht zu stoppen: Volkan Ekici brillierte in der Hinrunde als siebenfacher Torschütze und Spielgestalter.

Nicht zu stoppen: Volkan Ekici brillierte in der Hinrunde als siebenfacher Torschütze und Spielgestalter.

Was hat für die Vertragsverlängerung beim Lüner SV gesprochen?

Vor allem waren es berufliche Gründe. Ich absolviere gerade noch eine Ausbildung in Schwerte, bin oft erst abends zurück in Lünen. Würde ich höher spielen, müsste ich noch häufiger trainieren. Das wäre zu stressig. Ich mag alle hier im Verein, ich fühle mich wohl. Wir sind erfolgreich. Ich musste gar nicht lange überlegen.

Gab es andere Angebote?

Ich hatte einige Anfragen. Aber nichts davon wurde konkret. Ich bin im Feierabendverkehr häufig fast eine Stunde unterwegs. Das würde nicht funktionieren.

Sie haben sich im Vergleich zu Ihrem ersten Jahr beim LSV deutlich gesteigert. Gibt es dafür Gründe?

Vor meinem ersten Jahr hier habe ich beschlossen, nicht mehr so hoch spielen zu wollen. Ich war nach meinem Kreuzbandriss ohne Vertrag. Der Körper war nicht bei 100 Prozent. Dann ist es egal, ob man Landes- oder Kreisliga spielt. Es ging zwei Wochen gut, dann hatte ich wieder muskuläre Probleme. Jetzt habe ich gar keine Beschwerden.

Das Lüner Spiel insgesamt hat sich enorm verbessert. Woran liegt das?

Im Sommer ist im Kader gut aussortiert worden. Es sind gute Spieler geholt worden. Die Mischung ist jetzt besser. Und kommt man gut in die Saison, entwickeln sich Dinge auch von alleine.

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Was kann Sie noch stoppen auf dem Weg in Richtung Westfalenliga?

Entscheidend ist, dass wir die ersten drei, vier Spiele erfolgreich absolvieren. Dann dürfte nichts mehr schief gehen. Starten wir aber schlecht, verlieren wir zum Beispiel die ersten beiden Spiele, müssen wir irgendwie wieder schnell die Wende schaffen. Klar, 14 Punkte Vorsprung sind heftig. Aber im Fußball kann bekanntlich alles passieren.

In der Jugend haben Sie für Borussia Dortmund gespielt, hatten bei Besiktas Istanbul gar einen Profi-Einsatz. Reizt es Sie nicht, noch einmal in höheren Ligen anzugreifen?

Momentan denke ich da nicht dran. Aber natürlich habe ich das im Hinterkopf. Ob die Chance noch einmal besteht, das weiß ich noch nicht. Läuft alles gut, habe ich die Ausbildung Ende des Jahres beendet. Es wäre schon geil, wenn wir aufsteigen. Dann können wir auch in der Westfalenliga eine gute Rolle spielen. Vielleicht geht dann noch einmal was nach oben. Oberliga wäre schon nicht verkehrt.

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