Lüner Fußballgemeinschaft trauert um Dieter Kortmann

Fußball

Viele Jahre war er in Lünen als Fußballer aktiv. Zuletzt stand er bei jedem Spiel des TuS Niederaden an der Seitenlinie. Nun ist Dieter Kortmann verstorben.

von Thies Adam

Niederaden

, 30.10.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lünens Fußballgemeinschaft trauert um Dieter Kortmann.

Lünens Fußballgemeinschaft trauert um Dieter Kortmann. © Privat

Der TuS Niederaden und die Lüner Fußballgemeinschaft trauern um Dieter Kortmann, jahrelanges Mitglied des Betreuerstabs der ersten Mannschaft der Niederadener. Er verstarb nach kurzer und schwerer Krankheit am vergangenen Sonntag (25. Oktober). Kortmann wurde 71 Jahre alt.

Geboren wurde er am 10. Januar 1949 in Lünen und war bereits in der Jugend dem Amateurfußball verschrieben. So schnürte er jahrelang für den Lüner SV die Fußballschuhe.

Der gelernte Autolackierer, damals in Horstmar wohnhaft, verfolgte auch jahrelang die Kicker des SV Preußen, bis vor fünfzehn Jahren ein letzter Umzug ins beschauliche Niederaden in das Haus von Ulrich Hilgert folgte. Hilgert, ehemaliger Inhaber der ortsansässigen Bäckerei und Vorstandsmitglied des TuS, war es auch zusammen mit Thorsten Springer, damaliger A-Jugend Trainer, der Kortmann zum TuS Niederaden holte.

„Jeder im Dorf kannte ihn“

Fortan war Kortmann als Betreuer der A-Jugend und der ersten Mannschaft fester Bestandteil des TuS Niederaden. Des Weiteren kümmerte sich das Multitalent auch um die Grünpflege. Fünfzehn Jahre arbeitete er im Gartenlandschaftsbau und trug nebenbei auch noch Zeitung aus.

„Einen grünen Daumen“, bescheinigte ihm Springer. Auch Hilgert erinnert sich noch an Kortmanns Zeit in Niederaden: „Er hat in den fünfzehn Jahren hier auch viele Gärten fertiggemacht und gepflegt. Jeder hier im Dorf kannte ihn und er war schon so etwas wie ein Urgestein.“

Gerade für die erste Mannschaft war er über ein Jahrzehnt lang an so gut wie jedem Spieltag dabei und kam seiner Pflicht des Linienrichters nach. Und das nicht immer zur Freude seiner Niederadener Mannschaft, stand auch in engen und brenzligen Spielen stets die Fairness im Vordergrund und der Ballbesitz wurde nach bestem Wissen und Gewissen auch dem Gegner zugesprochen.

Doch nie hielt dieser „Ärger“ lange an, spätestens bei kühlen Getränken nach Abpfiff war es alles längst vergessen. Ein gewohntes Bild war es samstags, wenn Kortmann einsam mit einer Zigarette über den Niederadener Naturrasen zog, um mal mehr und mal weniger gerade Linien zu ziehen. Besonders der Anstoßkreis sorgte des Öfteren für Erheiterung bei Spielern beider Mannschaften, wurde doch bei Kortmann stets mit Augenmaß und ohne Hilfsmittel gearbeitet.

Kortmann war die gute Seele des Vereins

Sascha Holz, erster Vorsitzender des TuS Niederaden, richtete noch stellvertretend für den gesamten Verein folgende Worte an ihren jahrelangen Betreuer und Freund: „Mit Bestürzung haben wir vom plötzlichen Ableben unseres Sportskameraden Dieter Kortmann erfahren. Dieter, du hast dich viele Jahre um unsere Sportanlage gekümmert und warst die gute Seele des Vereins. Unvergessen, wie du jeden Sonntag bei Wind und Wetter mit der Fahne in der Hand an der Seitenlinie standest. Wir werden dich in bester Erinnerung behalten und haben dich immer sehr geschätzt.“

Kortmann hinterlässt eine große Lücke in Niederaden auf und neben dem Sportplatz, die zweifelsohne nie so richtig geschlossen werden kann.

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