Lüner SV: Die jungen Neuzugänge 2.0

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Drei junge Spieler hat der Lüner SV für den Sommer verpflichtet. Das erinnert an die Aktivitäten aus dem letzten Jahr. Trainer Christian Hampel verspricht sich eine Menge von dem Trio.

Lünen

, 12.04.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Mal hat der Lüner SV bislang auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Auffällig dabei: Drei der vier Spieler, die den Westfalenligisten zur kommenden Saison verstärken werden, sind gerade erst dem Juniorenbereich entwachsen. Das erinnert an den vorherigen Sommer.

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Unter den Neuzugängen ist Torwart Jörg Lemke mit seinen 29 Jahren der einzige erfahrene Spieler. Mit Dzanan Mujkic, Amer Masic und Luca Frenzel stoßen ansonsten nur Spieler zum LSV, die 20 oder jünger sind. Masic verschlägt es sogar direkt aus der A-Jugend des VfB Waltrop nach Schwansbell.

„Ich mag es, mit jungen Burschen zu arbeiten. Die haben noch weiteres Potenzial“, sagt LSV-Trainer Christian Hampel. Nur aufgrund des Potenzials hat Hampel, der als Sportlicher Leiter auch für die Kaderplanung zuständig ist, das Trio aber nicht verpflichtet. „In erster Linie geht es um Qualität. Ich gehe davon aus, dass sie uns sofort weiterhelfen werden“, so Hampel.

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Dabei bringt jeder der drei Neuzugänge laut Hampel ein spezielles Talent mit. Bei Stürmer Frenzel (kommt vom SV Preußen) sind es die Bewegungen, bei Innenverteidiger Masic die Physis mit 1,90 Meter Körpergröße. Und der zentrale Mittelfeldspieler Mujkic ist mit einer vorbildlichen Aggressivität ausgestattet. „Da bin ich mir sehr sicher, dass wir Feuer reinkriegen. Sie sind hungrig, bissig, was ein Spieler mit Mitte 30 dann vielleicht nicht mehr ist“, sagt Hampel. Zudem sei das erste Seniorenjahr ein sehr lehrreiches - das haben zumindest Frenzel und Mujkic bis zur Aussetzung des Spielbetriebs aufgrund des Coronavirus bereits absolviert.

Einen Moment. Der Lüner SV hat auch im vergangenen Jahr einige junge Spieler geholt. Soufiane Halim, Sefa Ayaz oder Emanuel Lucau fanden so etwa den Weg in die Kampfbahn Schwansbell. Sie waren Teil des sogenannten „gemeinsamen Kaders“ der Westfalenliga- und der Bezirksliga-Mannschaft des LSV.

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Wirklich durchgesetzt hat sich in der aktuell unterbrochenen Saison aber niemand. Ayaz brachte es auf 209 Liga-Minuten, Halim auf 63 und Lucau verließ den Verein schon im Winter in Richtung SuS Kaiserau. Die jungen Spieler, die bei den Rot-Weißen eine Rolle spielen, gehören schon länger zum Kader (Gian Luca Reis, Felix Rudolf) oder waren gerade zurückgekehrt (Talha Temur).

Soufiane Halim „war immer eine Option“ für den Lüner SV

Das hatte unterschiedliche Gründe, wie Hampel berichtet. Abwehrspieler Lucau konnte kaum trainieren, „was auf dem Niveau gar keinen Sinn macht“, so Hampel über den 19-Jährigen. Halim war oft verletzt und schaffte es kaum, mal mehr als drei oder vier Wochen am Stück fit zu sein. „Dann war er aber immer eine Option“, sagt Hampel. Halim gehört zu den Lünern, die noch nicht für die kommende Saison verlängert haben.

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Das gilt auch für den variablen Offensivspieler Sefa Ayaz. Sein Talent gilt in Lünen als unbestritten. Immer wieder gehörte er zum Kader, setzte sich aber trotz der enormen Verletzungssorgen des LSV nie durch. „Zum Fußball gehört auch Einstellung dazu“, sagt Hampel. Die sei bei Ayaz nicht immer gegeben. Teilweise verpasste er sogar unabgemeldet das Training. „Das kann er in der Kreisliga machen“, sagt Hampel. Ein „klares“ Gespräch zwischen den beiden über die Zukunft steht noch aus.

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