Lüner SV entlässt Marcus Reis - Drei Nachfolge-Kandidaten

Landesliga 5

LÜNEN Marcus Reis ist nicht mehr Trainer des Fußball-Landesligisten Lüner SV. Nach dem katastrophalen Saisonstart trennte sich der Klub nach anderthalb Jahren vom Coach und dessen "Co" Arndt Kempel. Den neuen Trainer will der LSV schon am frühen Freitagabend vorstellen. Es gibt drei Kandidaten.

von Von Bernd Janning

, 29.10.2009, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Reis reagierte ruhig auf seine Entlassung: „Es geht hier nicht um meine Position, sondern um den Lüner SV. Der Verein bekommt jetzt Kunstrasen. Da kann ein Vorstand nicht tatenlos zusehen, wie die Mannschaft tiefer fällt. Er muss alles versuchen!“ Der Ex-Coach erklärte aber auch, er sei nicht so vermessen, im Umgang mit der Mannschaft, bei Vorbereitung und Training sowie bei den Auswechselungen keine Fehler gemacht zu haben.

„Aber du kannst ein abwechslungsreiches Training machen, gute Arbeit leisten. Doch am Ende zählen einzig und allein die Ergebnisse. Von der Außenlinie bist du hilflos, wenn über den Ball getreten wird, der Ball nicht gehalten wird, nur der Pfosten getroffen wird!“ Reis gibt zu, auch schon darüber nachgedacht zu haben, von sich aus aufzuhören. Reis' Schlusssatz: „Jetzt, wo ich das erste Mal entlassen bin, bin ich ein richtiger Trainer!“ Bei seinen beiden vorherigen Stationen - Massen und Holzwickede - teilte er den Vereinen jeweils mit, dass er nicht mehr um eine weitere Saison verlängere.

Das Training am Donnerstagabend übernahm der Sportliche Leiter Günter Högerl. Der neue Trainer aber soll schon am Freitag vorgestellt werden. Wer dies wird, darüber ließ Vorsitzender Dr. Dieter Wiefelspütz nicht eine Silbe verlauten. Dennoch - drei Trainer mit LSV-Vergangenheit sind im Gespräch:

  • Uwe Höhn, der sich noch seiner Entlassung vor wenigen Wochen beim Bezirksligisten SV Preußen sehr zurückzog und schon kurz zu Oberliga-Zeiten LSV-Coach war.
  • Milan Mikuljana c, einst Torjäger beim LSV, dessen Trainer-Ehe mit dem B-Ligisten Lanstrop gerade geschieden wurde.
  • Spekuliert wurde aber vor allem über Bernd Schawohl, Mann mit A-Trainer-Schein. Schawohl stieg mit den SV Preußen in die Bezirksliga auf, war zuletzt auch als Trainer der A-Jugend des Lüner SV aktiv.
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