Lüner SV geht in Schüren unter

Fußball-Westfalenliga

Das Derby gegen den BSV Schüren hatten sich die Verantwortlichen des Lüner SV ganz anders vorgestellt. Aber der Auftritt beim 1:4 (0:1) war zu schwach, um Punkte aus Dortmund zu entführen.

von Moritz Lerch

Schüren

, 17.02.2019, 21:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüner SV geht in Schüren unter

Doppeltorschütze Eyüp Cosgun (l.) feiert, Lünens Jeffrey Malcherek fasst sich im Hintergrund an den Kopf. © Nils Foltynowicz

Die Schürener Spieler hatten einen Plan – der auch vollauf aufging. Das Team wollte mit einem Sieg gegen den Lüner SV unbedingt die Abstiegsränge verlassen und schaffte das auch durch einen 4:1 (1:0)-Erfolg gegen einen schwachen LSV, der zu keinem Zeitpunkt eine Siegchance hatte. Als „mutlos“, „fehlerhaft“ und „enttäuschend“ bezeichnete später LSV-Coach Mario Plechaty den Auftritt seines Teams.

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BSV Schüren– Lüner SV 4:1 (1:0)

Ganz anders dagegen der Auftritt der Konkurrenz aus Dortmund. „Unsere gute Vorbereitung hat den Jungs Selbstvertrauen gegeben“, erklärt BSV-Coach Arthur Matlik die starke Anfangsphase und den insgesamt guten Auftritt seiner Jungs. Bereits nach zehn Minuten hatte Schüren in Person von Karim Bouzerda die erste nennenswerte Tormöglichkeit. Nach einer starken Hereingabe von Björn Mennecke scheiterte der Stürmer aus elf Metern an LSV-Keeper Florian Fischer.

Dieser war jedoch nur zehn Minuten später das erste Mal geschlagen. Nach einem Einwurf im Mittelfeld setzte Sotirios Stratakis mit einem starken Diagonalpass Santiliano Braja in Szene. Dieser hatte keine Probleme, den Ball aus 20 Metern über den herauseilenden Lüner Schlussmann zum 1:0 ins Tor zu lupfen.

Die erste Chance für den Lüner SV hatte Marcel Ramsey erst in der 27. Minute: Nach einem langen Ball verschätze sich die Schürener Viererkette und Marcel Ramsey lief frei auf das Tor zu. Er scheiterte jedoch – sinnbildlich für das Lüner Spiel – am starken Keeper Sascha Samulewicz. In der Folge spielten wiederum nur die Grün-Weißen. Torwart Fischer bewahrte sein Team in der 34. Minute mit einer starken Flugeinlage gegen einen Stratakis-Schuss vor einem Zwei-Tore-Rückstand zur Pause.

Ramsey fliegt vom Platz

In der 51. Minute war es aus Schürener Sicht wieder soweit. Bei einem Freistoß im Mittelfeld schaltete Stratakis am schnellsten und setzte Bouzerda in Szene. Zwar scheiterte der im ersten Versuch an Fischer, doch hatte er im zweiten Anlauf den Blick für den mitgelaufenen Braja, der problemlos einschob.
Ab da fiel der Gastgeber regelrecht in einen Angriffsrausch.

Der Lüner SV schaffte es kaum noch aus der eigenen Hälfte. Nach zahlreich ausgelassenen Torchancen köpfte der eingewechselte Eyüp Cosgun zum 3:0 (71.) ein. Spätestens ab da waren die Gäste komplett von der Rolle.

In der 78. Minute eroberte der herausragende Bouzerda den Ball aus dem Lüner Aufbauspiel. Nach einem Doppelpass legte er auf den heranstürmenden Cosgun zurück, der mühelos zum 4:0 einschob. Nach dem 4:0 schalteten die Gastgeber dann einen Gang zurück. So gelang dem Gast durch eine Einzelaktion von Lars Rustige der Ehrentreffer zum 1:4. Trotz Unterzahl, da Lünens Ramsey zuvor eine strittige Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Lünens Trainer Mario Plechaty war natürlich enttäuscht. „Ich hatte gehofft, dass wir aus der letzten Woche gelernt haben. Leider haben wir uns heute zu sehr den Schneid abkaufen lassen. Das Ergebnis ist absolut verdient“.

BSV Schüren: Smulewicz - Meyer, Bastürk, Oscislawski (89. Herwig), Arparci (80. Hines) - Radojcic, Franzen, Menneke, Stratakis - Bouzerda, Braja (61. Cosgun)

Lüner SV: Fischer - Malcherek, Reis (Basic 46.) , Sijeg, Lahr - Memic, Acar (Rustige 78.), Sekulic, Uzun (Pfenningstorf 58.), Kusakci - Ramsey

Tore: 1:0 Braja (19.), 2:0 Braja (51.), 3:0 Cosgun (71.), 4:0 Cosgun (78.), 4:1 Rustige (87.)

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