Lüner SV ist noch zu nervös für einen Oberligisten

Handball

Die Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV haben ihr Pokalspiel gegen Oberligist HC TuRa Bergkamen verloren. Ein Knackpunkt waren zwei frühe Zwei-Minuten-Strafen.

Lünen

, 05.01.2020, 18:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüner SV ist noch zu nervös für einen Oberligisten

Die Lüner Handballerinen zeigten trotz des Ausscheidens eine größtenteils gute Vorstellung. © Günther Goldstein

Die Sensation blieb bei den Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV am Samstagabend aus. Sie schieden nach der 25:30-Niederlage gegen Oberligist HC TuRa Bergkamen aus dem Kreispokal aus und verpassten somit nur knapp den Einzug ins Finale.

Frauen-Kreispokal, Halbfinale
Lüner SV – HC TuRa Bergkamen 25:30 (12:16)

Große Enttäuschung gab es aber beim LSV nicht. Denn die Mannschaft von Trainer Marcel Mai entpuppte sich als ebenbürtiger Gegner. „Dass wir jetzt raus sind, ist völlig okay. Natürlich will man immer weiterkommen. Aber wir haben uns gut verabschiedet. Positiv ist, dass wir dann das Karnevals-Wochenende frei haben“, sagte er. Denn dann steigt das Finale des diesjährigen Kreispokals.

Jetzt lesen

Gegen den HC TuRa Bergkamen trat Lünen nicht vollzählig an. Viele junge Spielerinnen mussten somit mehr Verantwortung übernehmen. Lünen kam gut ins Spiel, führte in Halbzeit eins sogar 12:10, machte dann aber viele unnötige Fehler, die dazu führten, dass Bergkamen das Ergebnis drehte und sich mit einem 6:0-Lauf zur Pause auf 16:12 absetzte. „Unser Rückraum war sehr jung. Da dürfen auch noch Fehler gemacht werden. Mit gerade einmal 19 Jahren darf so etwas auch noch passieren“, nahm Mai den Druck seiner Spielerinnen, die teilweise noch nervös agierten.

Marcel Mai: „Man muss sagen, dass wir den Harz-Vorteil hatten“

Zwischen den Pfosten zeigte Romina Schink eine starke Leistung. Sie parierte viele Bälle. „Man muss auch sagen, dass wir den Harz-Vorteil hatten. Bergkamen, das sonst immer mit Harz spielt, musste bei uns darauf verzichten und hat demnach auch viele Bälle verworfen“, sagte Mai, der froh ist, wenn sein Kader pünktlich nach den Weihnachtsferien zur Saison wieder vollständig ist.

Ein weiterer Knackpunkt war sicher auch, dass Abwehrchefin Katja Lohölter schon früh zweimal eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe kassierte, wovon eine laut Mai fragwürdig war. „Da müssen wir einfach hin kommen, dass unsere Deckung anders steht. Man hat schon diese Vorbelastung im weiteren Verlauf gemerkt. Insgesamt sind dann doch zu viele einfache Tore gefallen“, sagte Mai.

Jetzt lesen

Vor allem der Rückraum mit Thia-Carolin Schmidt und Miriam Hins erhielt viele Spielanteile, was über 60 Minuten lang schlauchte. „Wir sind unterm Strich nicht unzufrieden mit diesem Spiel. Wir legen unseren Fokus aber jetzt wieder auf die Saison. Wir freuen uns, wenn es wieder los geht“, so Mai.

Lüner SV: Schink/Klostermeier – Rempe, A. Schmidt, Püschel, Verhasselt, Zaganori, Westhoff, T., Hins, Geisler, Lieneke, Lohölter, Koeppen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt