Lüner Thorben Illtz ist Europameister im Vierer-Kajak

Kajak

Lünen freut sich über einen neuen Europameister. Thorben Illtz vom KSC Lünen holte in Tschechien den Titel im Viererkajak. Es sollte nicht die einzige starke Leistung am Wochenende bleiben.

Lünen

, 15.07.2019, 18:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüner Thorben Illtz ist Europameister im Vierer-Kajak

Mit seiner deutschen Mannschaft (vorne) bejubelt Thorben Illtz (2.v.r.) seinen Europameistertitel. © KSC Lünen

Die Lippestadt hat einen neuen Kanu-Europameister. Entsprechend groß fiel die Freude beim Kanu- und Ski-Club Lünen aus. Bei der Junioren- und U23-Europameisterschaft in Racice (Tschechien) schnappte sich Thorben Illtz den EM-Titel im Viererkajak über 500 Meter.

Bereits mit dem Sieg im Vorlauf am ersten Wettkampftag stellte das Quartett mit Thorben Illtz, Ferdinand Dittmar (Essen), Jan Prager (Hannover) und Jonas Mühmert (Berlin) seine Medaillenambitionen unter Beweis. In 1:22,941 Minuten ließen sie ihre Konkurrenz dort hinter sich.

Thorben Illtz: „Sowas kommt immer überraschend“

Im Finale am Sonntag übernahm das deutsche Boot mit Illtz nach verhaltenem Start bereits in der ersten Streckenhälfte die Führung. Im Ziel betrug der Vorsprung des deutschen Vierers knapp eine Sekunde. Mit 1:26,366 Minuten knackten Illtz, Dittmar, Prager und Mühmert zwar nicht ihre Zeit aus dem Vorlauf, für die Boote aus Russland und Frankreich auf den Plätzen zwei und drei reichte es allerdings trotzdem. Ein Titel, mit dem Illtz nicht gerechnet hat. „Nein, auf keinen Fall. Sowas kommt immer überraschend“, sagte er.

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Viel Zeit zum Feiern blieb Illtz allerdings nicht. Knapp zwei Stunden nach dem Triumph im Vierer wurde es für den 17-jährigen Lüner noch einmal richtig ernst. Das Finale im Einerkajak über 200 Meter stand an. Über Vor- und Zwischenlauf hatte der vom Deutschen Kanuverband ins Rennen geschickte Lüner sich für das Finale der Besten qualifiziert. Im Vorlauf schaffte Illtz es hinter Konkurrenten aus Polen, Rumänien und Bulgarien auf den vierten Platz. Im Zwischenlauf verbesserte er seine Zeit und Platzierung, kam jetzt als Dritter ins Ziel – nun stand also das Finale an.

„Eine großartige Sache“

Mit beherztem Start konnte der KSC-Sportler gut mithalten und belegte am Ende den neunten Platz. Er kam nach 39,603 Sekunden ins Ziel und hatte damit 2,4 Sekunden Rückstand auf Europameister Daniel Atkins aus Großbritannien. Für Illtz war es die erste Teilnahme an einer Europameisterschaft. „Eine Medaille bei der EM ist eine großartige Sache, die mich sehr freut“, sagte der Lüner.

Als nächster Saisonhöhepunkt stehen für die Kanuten des KSC Lünen Anfang August die U23-Weltmeisterschaften in Rumänien an, wo Jule Hake an den Start gehen wird.

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