Lukas Kleine-Bernink: „Werden noch einige Spiele haben, wo uns Jörg den Arsch rettet“

mlzBV Brambauer

Den zwangsläufigen Umbau im Abwehrzentrum meisterte der BV Brambauer am Sonntag gut. Ein Verteidiger, der ins Team rückte, lobte aber vor allem Schlussmann Jörg Lemke.

Brambauer

, 09.09.2019, 15:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Defensiv stehen wir felsenfest“, stellte Trainer Jascha Keller nach Schlusspfiff fest. Soeben hatte sich sein BV Brambauer in der Fußball-Bezirksliga von der SG Massen 0:0 getrennt.

Ganz so felsenfest, wie Keller meinte, stand der BVB beim Remis gegen den Aufsteiger allerdings nicht. In der zweiten Halbzeit bereitete vor allem der eingewechselte Bjoern Duve den Brambaueranern Probleme. Drei Mal tauchte er alleine vor dem Brambaueraner Schlussmann Jörg Lemke auf. Ein Luftloch bei einem schwierig zu nehmenden Ball, ein Kopfball ohne den nötigen Druck und eine herausragende Parade im Eins-gegen-eins von Lemke sorgten dafür, dass der BVB mit drei Gegentoren die bislang beste Defensive der Liga hat.

Es hakt am Spiel nach vorne beim BV Brambauer

Womit Keller allerdings recht hat: Die Defensive - und damit ist das Spiel der gesamten Mannschaft gegen den Ball und nicht nur die Viererkette gemeint - ist das Prunkstück des BV Brambauer. Selbst größere Personalsorgen können den Brambaueranern dann nur wenig anhaben.

Lukas Kleine-Bernink: „Werden noch einige Spiele haben, wo uns Jörg den Arsch rettet“

Bastian Ehrentraut (v.) zeigte eine gewohnt abgeklärte Partie. Er rückte vom zentralen Mittelfeld gegen Massen in die Innenverteidigung - und bekam es dort ebenfalls mit SGM-Offensivmann Bjoern Duve (h.) zu tun. © Timo Janisch

So auch am Sonntag. Mit den Innenverteidigern Dennis Köse und Timo Kollakowski fiel die Zentrale des Abwehrverbundes aus. Auch der Gegner hatte diese mögliche Schwachstelle bereits in der Spielvorbereitung registriert. „Das war uns klar. Letztendlich haben wir sie gut zugestellt und nicht aufbauen lassen. Sie haben viel mit langen Bällen gearbeitet und sich nicht mehr den kurzen Aufbau getraut“, sagte Massens Spielertrainer Marco Köhler.

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Für Köse und Kollakowski rückte Bastian Ehrentraut von der Sechs und Lukas Kleine-Bernink von der Bank ins Defensivzentrum. Anfangs brauchten die Schwarz-Weißen eine knappe Viertelstunde, dann war die Kompaktheit in neuer Besetzung hergestellt. „Ich habe heute mal das Vertrauen von Jascha bekommen. Mit Basti kannst du eigentlich immer gut zusammenspielen. Er spricht sehr viel und hat sehr viel Erfahrung, obwohl er noch so jung ist. Von daher lief es eigentlich ganz gut“, sagt Kleine-Bernink, der eigentlich als Außenverteidiger im Sommer vom SV Preußen gekommen war.

„Ich habe wenig Bauchschmerzen, wenn wir dahinten durchwechseln“

„Mit der Innenverteidigung können wir zufrieden sein. Ich habe wenig Bauchschmerzen, wenn wir dahinten durchwechseln müssen“, so Trainer Keller nach Abpfiff. Die Sorgen der Brambaueraner werden sich in dieser Saison tatsächlich vor allem um das Spiel mit dem Ball drehen. Und selbst, wenn der BVB-Defensive mal einer durchrutscht - wie vor den Chancen Duves -, dann haben sie ja noch einen der besten Torhüter der Liga als letztes, manchmal unüberwindbares Hindernis im Tor stehen. „Jörg ist eine Maschine in der Liga. Wir können froh sein, dass wir Jörg gebunden haben. Ich glaube, dass wir noch einige Spiele haben werden, wo Jörg uns den Arsch retten wird“, sagte Kleine-Bernink über seinen Hintermann.

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