Marc Woller (50) steht für Emotionen und Taktik

Lüner SV

Marc Woller wird im Sommer neuer Trainer beim Westfalenligisten Lüner SV. Bis dahin hat er mit seinem aktuellen Verein noch eine Menge vor. Trotzdem denkt Woller nun schon für zwei Klubs.

Lünen

, 03.02.2019, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marc Woller konzentriert sich aktuell auf zwei Fußballvereine: den SuS Kaiserau und den Lüner SV.

Marc Woller konzentriert sich aktuell auf zwei Fußballvereine: den SuS Kaiserau und den Lüner SV. © Timo Janisch

Ein wenig hat man ihm die Nervosität am Donnerstag während seines ersten Interviews für seinen neuen Klub schon angemerkt: Marc Woller überlegte bei seinen Antworten genau, wollte nichts Falsches sagen. So akribisch kennt man den 50-Jährigen auch bei seiner Trainerarbeit. Aber wer genau ist Marc Woller eigentlich?

Aufstieg in die Landesliga

Dass der B-Lizenz-Inhaber aktuell den Landesligisten SuS Kaiserau trainiert, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Mit dem SuS schaffte Woller im vergangenen Jahr souverän den Aufstieg aus der Bezirks- in die Landesliga. Dort schlägt sich Kaiserau tapfer, steht momentan auf Rang neun der Tabelle. Vor seiner bislang sehr erfolgreichen Zeit in Kaiserau war Woller in der Oberliga als Co-Trainer bei Westfalia Rhynern aktiv, davor trainierte der 50-Jährige den Bezirksligisten FC Overberge, mit dem ihm 2015/2016 beinahe der Aufstieg gelang. Erst im Relegationsspiel verlor der FCO damals gegen den TuS Eichlinghofen. Klingt also nach einer recht erfolgreichen Zeit. Dabei wollte Woller nie Trainer werden.

„Ich bin da reingewachsen“

„Ich bin da irgendwie reingewachsen. Ich wollte mit dem Trainerjob nie etwas zutun haben. Mittlerweile habe ich aber Spaß an der Sache gefunden“, sagt Woller, der sich selbst als Taktiker bezeichnet. Vor Spielen arbeitet er akribisch an der Taktik und studiert die Gegner genau. „Wenn du gewinnen willst, dann musst du immer etwas anders als der Gegner machen. Ich denke, das ist zuletzt gut gelungen“, so Woller weiter.

Doch nicht nur allein die taktische Finesse macht Woller aus. Der Coach tritt auch als verbaler Motivator während des Spiels auf. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich auch über die Emotionen kommen kann. Ich spiele an der Seitenlinie immer verbal mit“, sagt Woller. Der LSV darf sich also auf einen Trainer freuen, der einen bunten Mix aus Taktik und Emotionen verkörpert.

Verliebt in Kaiserau

Noch widmet sich Woller allerdings auch seinem Herzensverein SuS Kaiserau. „Ich bin verliebt in Kaiserau. Die Jungs sind so klasse. Der Abschied wird mir auch sehr schwerfallen“, gibt Woller ehrlich zu und sagt, dass der SuS für ihn wie eine Familie sei.

Auch aus diesem Grund möchte der Trainer im Sommer bei „seinem“ SuS personell nicht herumwildern und Spieler mit nach Lünen nehmen. „Nur ein Spieler kommt vielleicht infrage“, sagt er.

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