Mariel Wulf feiert Europameistertitel mit der U17

Handball

Mariel Wulf ist Europameisterin. Die Lünerin hat am Sonntagabend mit der U17-Handballnationalmannschaft im slowakischen Michalovce das EM-Endspiel gegen die Auswahl aus Norwegen mit 23:18 gewonnen. Wulf, Spielerin des BV Borussia Dortmund, steuerte im Endspiel einen Treffer bei.

LÜNEN

21.08.2017, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Co-Trainerin Zuzana Porvaznikova (l.) feierte mit dem Spielerinnen-Sextett von Borussia Dortmund um Mariel Wulf (2.v.l.) den EM-Titel nach dem Sieg über Norwegen.

Co-Trainerin Zuzana Porvaznikova (l.) feierte mit dem Spielerinnen-Sextett von Borussia Dortmund um Mariel Wulf (2.v.l.) den EM-Titel nach dem Sieg über Norwegen.

Seit drei Jahren spielt die frühere LSVerin für die Borussia im linken Rückraum. Im Oktober 2016 hatte sie ihr U16-Debüt gegeben, keine zwölf Monate später folgte am Sonntag der große Triumph mit der U17.

Dabei hatte es im Endspiel lange nicht nach einem Sieg ausgesehen. Die DHB-Auswahl von Maik Nowak und Zuzana Porvaznikova lag 1:5 und 5:9 hinten, zur Pause führte Norwegen 12:9. Wulf und Co. kehrten aber entschlossen aus der Kabine zurück. Sie drehten das Spiel zum 14:12. Norwegen war geschockt. Über 18:13 und 20:15 war eine Entscheidung herbeigeführt. Mit der Schlusssirene kullerten die Freudentränen, Freudentänze folgten auf dem Feld. Es war der größte Erfolg einer deutschen weiblichen Jugendmannschaft aller Zeiten.

Neben Wulf waren fünf weitere Nachwuchstalente von Borussia Dortmund dabei: Lena Hausherr, Malina Marie Michalczik, Dana Bleckmann, Leonie Kockel und Carlotta Fege. Eine besondere Auszeichnung erfuhr Lena Hausherr, die als Linksaußen ins All-Star-Team gewählt wurde. Leonie Kockel wurde beim 27:21 (13:10)-Halbfinalsieg über Frankreich zur besten deutschen Spielerin gewählt. Mariel Wulf leistete in dieser Partie auf Rückraum links mit vier Toren einen entscheidenden Beitrag.

Im gesamten Turnier ungeschlagen

Die Mannschaft blieb während des gesamten Turniers ungeschlagen. Zum Auftakt der Vorrunde gab es ein 19:15 gegen Russland, es folgte ein 36:31 gegen die Niederlande. „Mariel ist eine sehr große Spielerin. Wir wünschen uns, dass diese körperlichen Vorteile und ihr Potenzial im Fernwurfbereich beim Turnier zum Tragen kommen“, hatte Bundestrainer Nowak vor dem letzten Gruppenspiel gesagt. Das 28:10 gegen Österreich mit vier Wulf-Toren bedeutete den Gruppensieg.

In der Hauptrunde gab es zunächst ein umkämpftes 25:25 gegen Ungarn mit einem Wulf-Treffer. Das 20:18 gegen Dänemark brachte den Halbfinaleinzug. Gegen die Franzosen überzeugte Mariel Wulf als vierfache Torschützin, im Finale krönte sich das Team zum Europameister. „Was die Mannschaft in der zweiten Halbzeit geleistet hat, war sensationell für diese Altersklasse. Wir werden diese Mannschaft in einem großen Rahmen würdig ehren“, sagte DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld.

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