Mario Plechaty beschenkt sich selbst

Fußball

LSV-Coach Mario Plechaty feierte am Sonntag einen Sieg zu seinem Ehrentag.

Lünen

von Von Patrick Schröer

, 19.02.2018, 18:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die taktischen Kniffe von LSV-Trainer Mario Plechaty (l.) fruchteten gegen Sinsen.

Die taktischen Kniffe von LSV-Trainer Mario Plechaty (l.) fruchteten gegen Sinsen. © Foto: Goldstein

Mario Plechaty hatte am Sonntag gleich doppelt Grund zur Freude. Neben dem 3:1-Erfolg gegen den Fußball-Westfalenligisten TuS Sinsen feierte der Coach des Lüner SV auch seinen 47. Geburtstag – und sorgte für ein eigenes Geschenk.

In der Anfangsphase der Partie lief es zunächst aber gar nicht gut beim LSV. Aggressivität, Körpersprache und Wille fehlten. Die Fehleranzahl im LSV-Spiel war hoch, Sinsen dominierte klar und führte verdient. Das erkannte Trainerfuchs Mario Plechaty jedoch früh, stellte Mitte der ersten Halbzeit sein System von 4-2-3-1 auf ein 4-4-2 mit zwei Spitzen und einer Raute im Mittelfeld um. Die Taktikumstellung fruchtete. Sinsen hatte keine Antwort parat und verlor den Faden. „Mit der Umstellung sind wir überhaupt nicht zurechtgekommen“, sagte Sinsens Trainer Sebastian Rast.

Ziegelmeir überzeugt

Plechaty imponierte dabei vor allem die Spielstärke seines Kapitäns Lukas Ziegelmeir, der auf der Sechs spielte. „Er hat mich überrascht. Er hat zuletzt sehr wenig trainiert und zeigt dann so ein Spiel“, lobte Plechaty seinen Mittelfeldstrategen. Stark auch der Auftritt von Ziegelmeirs Mittelfeldkollegen Milan Sekulic, der an allen drei LSV-Treffern beteiligt war. Das 1:1 und 3:1 leitete der Serbe ein, das 2:1 erzielte er nach Vorlage von Ali Bozlar sehenswert per Kopfball. „Wer heute bei uns am Platz war, hat gesehen, dass Milan kein schlechter ist. Er ist in guter Form und richtig bei uns angekommen. Ich wünsche mir für ihn, dass es mit der Aufenthaltsgenehmigung klappt. Dann werden wir noch viel Freude an ihm haben“, so Plechaty.

Wenig Freude hatte Daniel Mikuljanac, der bereits zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Nachdem er sich zu Beginn des Spiels den Rücken verrenkt hatte und unter Schmerzen spielte, kassierte der Rückkehrer schon früh im Spiel die Gelbe Karte. Plechaty ging auf Nummer sicher und brachte für ihn nach der Pause Davut Denizci. „Daniel war auch lange verletzt, er hat sich hinterher aber gesteigert. Die Herausnahme war taktisch“, so Plechaty über seinen Schützling, der wohl am kommenden Sonntag, 25. Februar, gegen Neheim wieder im Kader stehen wird.

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