Mario Plechaty fordert vor dem Spiel gegen Wickede Leidenschaft - und übt Selbstkritik

Fußball-Westfalenliga

Die Wunden des Lüner SV nach der Derby-Pleite in Schüren sind noch nicht ganz verheilt, da steht das nächste Lokalduell an. Im ersten Punkt-Heimspiel des Jahres kommt Westfalia Wickede.

Lünen

, 22.02.2019, 15:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mario Plechaty fordert vor dem Spiel gegen Wickede Leidenschaft - und übt Selbstkritik

Marcel Ramsey (links) ist nach seinem Platzverweis in Schüren gesperrt und kann gegen Wickede nicht auflaufen. © Foto: Schaper

Die Vorzeichen für den Fußball-Westfalenligisten Lüner SV vor dem ersten Saison-Heimspiel des Jahres könnten besser sein. Eine klare 1:4-Derbyniederlage gegen Schüren bringen die Lüner mit ins nächste Lokalduell. Westfalia Wickede ist am Sonntag, 24. Februar, zu Gast in der Kampfbahn Schwansbell (15 Uhr, Schwansbeller Weg 7a, Lünen). Davor geht LSV-Coach Mario Plechaty mit der Mannschaft und sich selbst ins Gericht.

Westfalenliga 2
Lüner SV – Westfalia Wickede

„Als Mannschaft müssen wir funktionieren. Da gehört mehr Stimmung auf den Platz. Letzte Woche waren wir viel zu ruhig und zu lieb, vor allem in der zweiten Halbzeit“, sagt Plechaty. „Da fordere ich mehr Leidenschaft von den Jungs.“

Defensiv müsse man besser stehen. Vier Gegentore wie gegen Schüren seien einfach nicht gut, so Plechaty. „Die Rückwärtsbewegung muss besser laufen. Wir müssen schneller hinter den Ball kommen. Das haben wir in dieser Woche trainiert“, sagt der Coach, der auch ein besseres Zweikampfverhalten und höhere Laufbereitschaft einfordert.

Doch nicht nur mit seinen Spielern haderte Plechaty am letzten Sonntag, sondern auch mit sich selbst. „Auf ein oder zwei Positionen habe ich nicht richtig aufgestellt. Als ich reagiert habe, war es zu spät.“ Mit Änderungen in der Startformation ist beim LSV in dieser Woche also zu rechnen. Ohnehin ist Kapitän Marcel Ramsey gesperrt – „ein großer Verlust“, so Plechty. Mit der Rückkehr von Davut Denizci und Talha Temur gibt es gleichzeitig auch wieder mehr Optionen.

Unentschieden im Hinspiel

„Letzte Woche haben wir viele Zuschauer in Schüren enttäuscht. Jetzt im ersten Heimspiel nach der Pause wollen wir uns die drei Punkte von letzter Woche zurückholen“, gibt sich der Coach zuversichtlich. „Es waren immer harte Spiele gegen Wickede. Doch zuhause haben wir uns immer recht gut präsentiert. Jetzt muss ein Zeichen kommen von der Mannschaft.“

Zuschauer sollten am Sonntag bis zum Schluss bleiben. Denn die Partien zwischen den beiden Teams waren zuletzt immer eng und es gab späte Entscheidungen. Im Hinspiel in Wickede holte der LSV nach einem späten 2:2-Ausgleich einen Punkt. Auch im Rückspiel der Vorsaison hatten die Rot-Weißen zuhause durch ein 3:3 in der Nachspielzeit noch remis gespielt.

„Wickede ist unangenehm und hat sehr gute Einzelspieler, die wir aus dem Spiel nehmen müssen“, weiß Plechaty. Zu nennen wären etwa Sven Ricke, der noch in der Hinserie für Lünen spielte, oder Robin Dieckmann, den Plechaty selbst lange trainierte und der gegen Lünen stets für ein Tor gut ist. Der LSV muss also auf der Hut sein.

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