Mario Plechaty über seinen Neu-Klub FC Iserlohn: „Von der Qualität war der LSV besser“

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Der ehemalige Trainer des Lüner SV, Mario Plechaty, hat seit einer Woche seine Zelte beim FC Iserlohn aufgeschlagen. Im Gespräch mit dieser Redaktion überrascht er mit einer Aussage.

von Marcel Schürmann

Lünen

, 05.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Gut eine Woche ist es her, dass Mario Plechaty, ehemaliger Trainer des Fußball-Westfalenligisten Lüner SV, seinen neuen Posten als Coach des Ligakonkurrenten FC Iserlohn übernommen hat. Uns hat er erzählt, wie sein erster Eindruck von seinem neuen Team ausfällt und was für Ziele er verfolgt. Dazu wagt er sogar einen Vergleich mit seinem Ex-Klub.

Herr Plechaty, die erste Trainingswoche beim FC Iserlohn haben Sie jetzt hinter sich. Wie ist der erste Eindruck von Ihrer neuen Mannschaft?

Ein ganz positiver! Die Mannschaft zieht wirklich gut mit. Wir haben natürlich noch ein paar Urlauber und ein paar Verletzte, die bisher noch nicht dabei waren, aber das ist ja völlig normal.

Was ist anders im Vergleich zum Lüner SV? Können Sie da schon etwas zu sagen?

Nicht wirklich. Die Mannschaft ist halt eine komplett andere. Hier findet in Iserlohn gerade ein großer Umbruch statt. Wir werden eine sehr, sehr junge Truppe haben - mit ganz anderen Spielertypen als wir die in Lünen hatten. Ob das am Ende positiv oder negativ ist, kann ich aber wohl erst in ein paar Wochen sagen (lacht).

Können Sie denn abschätzen, welche Mannschaft die bessere ist? Der LSV von letzter Saison, oder der FCI der kommenden Spielzeit?

Puh, da kann und will ich gar nicht so viel zu sagen. Nur so viel: Es sind zwei verschiedene Teams. Von der Qualität war der LSV schon etwas besser. Das hat aber auch eine gewisse Zeit gedauert, bis das Team auf dem Level war. Ich denke, dass wir das hier in Iserlohn auch hinbekommen können. Das wird jetzt meine Aufgabe sein!

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Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Merkt man schon die Vorfreude auf die neue Saison?

Absolut! Wir hatten letzten Sonntag unseren Auftakt, seither jeden Tag Training. Man merkt, dass es los geht, denn die Stimmung ist gut und mir macht es sehr viel Spaß, mit den Jungs zu trainieren. Ich glaube, den Spielern macht es auch Spaß. Es ist ja auch immer etwas völlig Anderes, wenn plötzlich ein neuer Trainer da ist.

Was haben Sie für Ziele mit dem FCI?

Ich habe langfristige Ziele - wie schon bei meinen vorherigen Stationen in Mengede und Lünen. Da habe ich auch zwei, drei Jahre gebraucht, bis alles zusammenpasste. Ich bin nicht nur für eine Saison gekommen, sondern hoffe, dass es länger geht. Ich will etwas aufbauen. Dafür müssen wir uns jetzt erst einmal richtig kennenlernen. Irgendwann können wir dann vielleicht auch mal vom Aufstieg sprechen.

Das dürfte in Zukunft sogar noch schwerer werden als in der Vergangenheit, oder?

Ja. Ich denke, die Westfalenliga ist im Vergleich zur letzten Saison noch besser geworden. Daher ist das primäre Ziel für diese Saison, schnell 30 Punkte zu holen und dann schauen wir, wo die Reise hinführt.

Fünf Spieler sind mit Ihnen vom LSV zum FCI gewechselt. Wird der Verein noch mehr Spieler verpflichten?

Das ist gut möglich. Es kann sein, dass wir noch kurzfristig nach Ersatz für unsere Verletzten suchen. Lars Rustige (Spieler, wechselte ebenfalls von Lünen nach Iserlohn, Anm. d. Red.) muss jetzt doch an der Schulter operiert werden und auch Lukas Mertens wird wegen einer Knieverletzung noch einige Zeit fehlen. Da muss aber sowohl menschlich als auch finanziell alles passen, dass wir nochmal auf dem Transfermarkt zuschlagen.

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