Mario Plechaty unterläuft witziger Fauxpas bei Rückkehr zum Lüner SV

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Einen gewohnt ruhigen Mario Plechaty erlebten die Zuschauer bei dessen Rückkehr zum Lüner SV. Sein Herz schlage noch immer für den LSV, so Plechaty. Einen Fehler machte er trotzdem.

Lünen

, 02.03.2020, 13:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie heimisch Mario Plechaty zwischenzeitlich beim Lüner SV geworden war, wurde kurz vor der Pressekonferenz offensichtlich. Plechaty erschien als erster der beiden Trainer nach Abpfiff im Vereinsheim des LSV, der gerade gegen Plechatys neuen Verein, den FC Iserlohn, 1:1 gespielt hatte. Freie Platzwahl herrschte trotzdem nicht, mit Namensschildern waren beiden Trainern feste Plätze zugewiesen. Und Plechaty setzte sich zunächst - vermutlich spaßeshalber - auf den Stuhl von LSV-Trainer Christian Hampel.

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Sechs Jahre hatte er die Lüner trainiert, ehe Plechaty den Verein im Sommer in Richtung Iserlohn verließ. Nach dem Intermezzo von Marc Woller übernahm in Lünen derweil Hampel - der zuvor ausgerechnet den FCI trainiert hatte, den Plechaty 2013 selbst beim LSV beerbt hatte.

Mario Plechaty unterlief vor der Pressekonferenz ein kleiner Fauxpas, über den aber alle lachen konnten.

Mario Plechaty unterlief vor der Pressekonferenz ein kleiner Fauxpas, über den aber alle lachen konnten. © Timo Janisch

„Für mich war es ein sehr komisches Spiel, das habe ich auch zu einigen Spielern gesagt. Wenn man so lange hier war und dann zurückkommt, ist das schon nicht ohne. Deshalb habe ich mich auch ein bisschen zurückgehalten“, sagte Plechaty am Sonntag, als er endlich den richtigen Platz gefunden und Peter Marx, 2. Vorsitzender der Rot-Weißen, die Pressekonferenz eröffnet hatte.

Keine Zurückhaltung auf dem Platz

Zurückhaltung übten die 22 Akteure auf dem Platz dagegen überhaupt nicht. Viele, viele Fouls prägten das Spiel, das ständig unterbrochen war. Spielfluss kam überhaupt nicht zustande, dafür andauernde Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Einen Ordner und einen Fotografen des Lüner SV beorderte der Unparteiische sogar hinter die Bande. „Es waren viele Foulspiele auf beiden Seiten, die man hätte anders entscheiden können. Da hätte der Schiedsrichter vielleicht mal eher eine Gelbe Karte zeigen müssen“, so Plechaty, der ein immer ruppiger werdendes Spiel beobachten musste.

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So richtig geärgert haben sich nach Abpfiff weder Hampel noch Plechaty über das Remis, mit dem der FCI aufgrund der Spielanteile wohl etwas glücklicher sein kann. Da die Konkurrenz im Abstiegskampf das Wochenende kollektiv ohne Punkte beendete, bauten Lünen (17 Punkte) und Iserlohn (22) ihren Vorsprung auf die Abstiegszone sogar aus.

Mario Plechaty: Herz schlägt „noch ein bisschen“ für den Lüner SV

„Ein bisschen schlägt mein Herz ja auch noch für Lünen. Ich habe ja gesagt, dass ich glaube, dass nächste Saison beide Mannschaften noch in der Westfalenliga spielen“, so Plechaty. Keine unbegründete Annahme, scheinen beide Vereine doch in deutlich besserer Form zu sein, als die Konkurrenz.

Völlig egal in welcher Liga, beim FC Iserlohn steht Mario Plechaty in der kommenden Saison nicht mehr an der Seitenlinie. Bekanntlich zieht es ihn zum FC Nordkirchen in die Bezirksliga. Ein letztes Mal sei er also in der Kampfbahn Schwansbell zu Gast gewesen, bemerkte Peter Marx, der nachschob: „Bevor er vielleicht ein paar mal aufsteigen wird.“

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Die nicht zu überhörende Bemerkung eines LSV-Zuschauers, dass man in Nordkirchen auch „besser verdienen“ könne, watschte Plechaty nach seinem Schlusswort ganz cool ab. „Ich gehe nirgendwo hin, wo es ums Geld geht“, so Plechaty. Stattdessen verwies er darauf, dass er - wie bereits bekannt - nur wenige Minuten von der Anlage des FCN entfernt wohne.

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