Mats-Yannick Roth (30) hat das Traineramt beim SuS Oberaden geerbt

Handball

Vom Kapitän zum Spielertrainer: Eine Umstellung war das für Mats-Yannick Roth allemal. Dennoch war es für ihn innerhalb des Teams keine schwere Aufgabe, weil es die Änderung akzeptierte.

Oberaden

, 24.10.2019, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mats-Yannick Roth (30) hat das Traineramt beim SuS Oberaden geerbt

Mats-Yannick Roth (r.) hat als Spielertrainer jetzt ganz andere Aufgaben beim SuS Oberaden. © Goldstein

Mit Mats-Yannick Roth (30) hat Handball-Verbandsligist SuS Oberaden seit dieser noch jungen Saison einen neuen Spielertrainer. Er übernahm das Amt von Alex Katsigiannis. Roth, der unter Katsigiannis noch Kapitän des Teams war, wurde in diese neue Aufgabe quasi hineingeboren.

„Natürlich fehlt die Erfahrung, wenn man die Jahre in höheren Spielklassen oder einfach aufgrund des Alters auf dem Spielfeld immer sieht. Aus diesem Grund diese Aufgabe aber zu verwehren, hätte für mich aber ein bisschen etwas von einer Ausrede gehabt“, sagt Roth.

Nach dem Abstieg aus der Oberliga, dem Abgang von Katsigiannis und den Abgängen weiterer Leistungsträger wie Pascal und Bastian Stennei ist es wie ein Neuanfang in der Verbandsliga. Mit einem Stammpersonal von gerade einmal elf Spielern meistert der SuS seine Aufgabe aber gut.

Roth hätte sich mehr Punkte gewünscht

Mit 4:4-Punkten startete der SuS Oberaden ausgeglichen in die Saison. Ein Ergebnis, das Roth aber nicht ganz zufriedenstellt: „Ich hätte mir durchaus zwei Zähler mehr gewünscht“, gibt er zu. Denn vor allem die Niederlage in Siegen war aufgrund der fehlenden Einstellung sehr ärgerlich. „Damit hatten wir vor allem zu Beginn der Saison zu kämpfen. Die Einstellung hat sich jetzt verbessert“, freut sich Roth.

Seine Spielphilosophie ist durch seine vorherigen Coaches Ralf Weinberger und Katsigiannis natürlich geprägt. „Ich habe von beiden natürlich sehr viel gelernt und entsprechend einiges mitgenommen. Grundsätzlich anders ist unsere Spielphilosophie nicht“, sagt Roth.

Ein, zwei Positionen seien neu besetzt und taktisch gebe es auch ein paar neue Ideen. „In unserem Spiel soll es um Ausgewogenheit und die richtige Balance gehen: Angriff und Abwehr, Tempo und Geduld sowie Emotionen und Besonnenheit und vieles mehr“, so Roth.

Roth hat sich auch weiterentwickelt

Daran arbeitet er intensiv. Der 30-Jährige war schon zu Spielerzeiten stets ein Vorbild. Das hat sich jetzt auch nicht geändert. Roth lebt den Sport, liebt den Handball und kämpft mit großem Engagement um jeden Punkt – egal ob auf dem Feld oder von der Bank aus. Er hat sich als Ziel gesetzt, die Spieler weiterzuentwickeln und stets Spaß und Freude zu vermitteln.

Roth hat mit seiner neuen Aufgabe auch in seiner persönlichen Entwicklung einen Schritt nach vorn gemacht. Er übernimmt noch mehr denn je Verantwortung und will die Cobras gut führen. Sein Saisonziel ist der einstellige Tabellenplatz. Ein Ergebnis, das auf dem ersten Blick nach dem Abstieg zwar nüchtern klingt, das aber im Hinblick auf den Umbruch aber sicher ein realistisches ist.

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