Michel Josch über seine Rolle: „Glücklich ist man nicht, wenn man nur auf der Bank sitzt“

mlzLüner SV

Als erster Keeper ist Michel Josch beim Lüner SV unter Ex-Trainer Marc Woller in die Saison gestartet. Nach dem Trainerwechsel hat sich die Rolle aber wieder geändert. Das sagt Josch dazu.

Lünen

, 28.10.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Und wieder 90 Minuten auf der Bank verbracht: Michel Josch, Torhüter beim Fußball-Westfalenligisten Lüner SV, blieb am Sonntag im Heimspiel gegen den BSV Schüren abermals nur die Rolle des Ersatztorhüters. Im Kasten stand - wie schon zuletzt unter Trainer Christian Hampel - erneut Daniel Dreesen. Dieser verlor mit den Lünern 3:4 gegen den BSV Schüren.

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Doch auch wenn es am Sonntag nicht an Dreesen lag, dass die Lüner verloren, ist die Lage von Josch momentan wenig zufriedenstellend. Zuletzt stand Michel Josch am 15. September im Kasten der Schwansbeller - damals noch unter Ex-Trainer Marc Woller, der aus disziplinarischen Gründen auf Daniel Dreesen verzichtete (wir berichteten). Mit dem Trainerwechsel war Josch dann nicht mehr erste Wahl. Doch wie erklärt sich der 25-Jährige nun seine Reservistenrolle?

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„Der Grund war, dass Christian Hampel frischen Wind in die Mannschaft bringen wollte. Deswegen gab es auch den Torhüterwechsel. Zudem war ich eine Woche im Trainingslager mit der Bundeswehrnationalmannschaft. Das war anscheinend auch ein Grund“, so Josch, der zwischendurch auch aus gesundheitlichen Gründen pausierte.

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Hampel erklärt seine bisherige Entscheidung wie folgt: „Mir blieb ja auch keine andere Wahl. Mitch war krank, war mit der Bundeswehr unterwegs. Seitdem Daniel spielt, gibt es ja auch keinen Grund zu wechseln, von daher war es eine simple Entscheidung“, so Hampel, der aber ein bisschen Mut macht: „Auf der Torhüterposition sind wir exorbitant gut besetzt und haben drei wirklich gute Torhüter (Hampel meint damit auch noch Alexander Ruscher, Anm. d. Red.)“.

In naher Zukunft wird vorläufig wohl auch Dreesen weiterhin das Tor hüten. Josch lauert allerdings auf seine Chance. „Mir bleibt nichts anderes übrig, als im Training zu überzeugen. Glücklich ist man auf jeden Fall als Torwart nie, wenn man nur auf der Bank sitzt - vor allem, wenn man kein Spiel mehr gewinnt und dabei noch so viele Gegentore kassiert“, so Josch, der sich laut eigener Aussage aber gut mit Dreesen versteht und ihm nicht die Schuld an den Niederlagen geben will.

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