Monatelange Sperren: Der Lüner SV muss wohl auf zwei wichtige Stammspieler verzichten

mlzLüner SV

Bei den Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften haben sie die Rote Karte gesehen: Nun steht fest, wie lange die beiden Spieler des Lüner SV - Daniel Dreesen und Ali Bozlar - fehlen werden.

von Patrick Schröer, Bernd Janning

Lünen

, 23.01.2020, 14:54 Uhr / Lesedauer: 1 min

Harte Strafen für zwei Fußballer des Westfalenligisten Lüner SV: Torhüter Daniel Dreesen und der flexibel einsetzbare Ali Bozlar werden dem Lüner SV nun erst einmal für längere Zeit fehlen. Die beiden Lüner hatten bei der 36. Auflage der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften die Rote Karte gesehen. Nun stehen die Strafen fest.

Am Mittwochabend verhandelte die Gerichtsbarkeit des Fußball-Kreises Dortmund. Mit den befürchteten zwei Monaten Sperre wurde Ali Bozlar belegt. Dieser gab seine Beleidigung gegen seinen Gegenspieler beim 4:2-Sieg über den A-Ligisten DJK BW Huckarde zu. Der Spieler nahm später die Entschuldigung von Bozlar an.

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Torwart Daniel Dreesen muss sogar drei Monate zuschauen. Nachdem der Keeper den Türkspor-Anhang im Zwischenrundenspiel in der Halle Wellinghofen provoziert haben soll, stürmte ein Zuschauer auf das Spielfeld und rempelte Dreesen an. Daraufhin soll Dreesen verbal ausfallend geworden sein. Dem Lüner SV half es nicht, dass er ein Video vorlegte, das aus Sicht des Lüner Vereins die Unschuld von Dreesen bewies. Doch auch diese Aufnahmen überzeugte die Kammer nicht.

Der Lüner SV nimmt die Urteile nicht an

Beide Urteile nahm der Lüner SV vorerst nicht an, zahlte für jeden Spieler eine Gebühr von 50 Euro, um vor die Bezirksspruchkammer ziehen zu können. Dort hofft er auf andere Urteile und eine Reduzierung der Strafe für beide Spieler. Einen genauen Termin gibt es für die nächste Verhandlung noch nicht. Fest steht aber schon heute, dass sich die Verfahrenskosten für den LSV erhöhen werden.

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Coach Christian Hampel sagt zur aktuellen Situation: „Wir sind mit der Nummer noch nicht fertig. Wir haben Einspruch eingelegt, weil diese Strafen ein schlechter Witz sind. Natürlich ist es schwierig, die beiden zu ersetzen. Sowohl qualitativ als auch quantitativ.“ Um den Torhüterposten werden in den nächsten Wochen Michel Josch, der bereits in den ersten Saisonspielen im Kasten stand und Alexander Ruscher kämpfen.

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