Muss der Spitzenreiter am Sonntag auf diesen Spieler verzichten?

mlzBW Alstedde

Der Tabellenführer der Dortmunder Kreisliga A2, BW Alstedde, fährt am Sonntag unter Umständen ohne seinen Torjäger zum Tabellenfünften, K.F. Sharri Dortmund.

Lünen, Alstedde

, 25.10.2019, 14:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hatte Alsteddes-Trainer Tim Hermes heute gegenüber den Ruhr Nachrichten erwähnt, dass sein Top-Torlieferant Mario Lindner am kommenden Sonntag gegen K.F. Sharri Dortmund arbeitsbedingt ausfallen würde. „Ich habe noch nicht einmal dem Trainer Bescheid gesagt, weil es sich final erst morgen entscheidet“, sagte Lindner am Freitagnachmittag. „Die Chancen stehen aber ganz gut.“ Mit aktuell zwölf Ligatoren ist der 30-Jährige Alsteddes torgefährlichster Spieler; einzig Anil Can Mert von Eving Selimiye Spor steht in der Torjäger-Liste der Dortmunder Kreisliga A2 mit insgesamt 16 Toren über ihm. Dabei ist Lindner eigentlich für die Vorbereitung der Tore verantwortlich: „Aber momentan fallen die mir irgendwie alle auf den Fuß.“ Der gelernte Zehner nimmt eine der beiden Rollen in Hermes „Doppel-8-System“ ein.

Offensive Straßenzocker

Aktuell führen die Blau-Weißen die Liga mit elf Punkten Vorsprung auf ihre beiden Verfolger, den VfB Lünen sowie Eving Selimiye Spor, an. Der große Abstand nach unten ist absolut gerechtfertigt: Die Alstedder zeigen in der laufenden Saison, dass sie defensiv mit acht Gegentoren und offensiv mit 41 Toren das Maß aller Dinge sind. Am kommenden Sonntag ist BW zu Gast bei K.F. Sharri Dortmund (5.), die mit einem Heimsieg bis auf den zweiten Tabellenplatz klettern könnten. Es treffen die effektivste Offensive und die zweitstärkste Defensive (13 Gegentore) der Liga aufeinander. „Ich kenne die absolut nicht, aber das scheinen offensive Straßenzocker mit einer guten Verteidigung zu sein, die über die Emotionen und über viele Zweikämpfe kommen“, sagt Lindner. „Das ist sehr unangenehm.“

Standards als Schlüssel zum Sieg

Für ihn steht fest, dass diejenige Mannschaft gewinnt, die bei den zweiten Bällen wacher und schneller agiere. „Ansonsten haben Andi, Jonas und ich auch schon das eine oder andere Törchen nach Standards gemacht“, sagt Lindner und meint die beiden großgewachsenen Innenverteidiger Andreas Rumpf und Jonas Hülsmann. Die drei Mannschaftskollegen sind laut Lindner ein eingespieltes Team und kennen sich schon vom VfL Kamen und SuS Oberaden. Lindner tritt zwar nicht bei den Eckstößen an, dafür schießt der Rechtsfuß alle Freistöße von beiden Seiten. „Ich denke, es ist auch kein Geheimnis mehr, dass wir in jedem Spiel mindestens ein Tor nach einem Standard erzielen“, sagt Lindner. Umso wichtiger ist es für BW, dass der Vorlagengeber und Torjäger am kommenden Sonntag spielen kann, auch wenn er sich selbst nicht als unersetzbaren Spieler sieht: „Unverzichtbar ist keiner, aber ich glaube, mein Trainer weiß, was er an mir hat“, sagt Lindner.

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