Nach 0:4-Niederlage: Andreas Przybilla stellt Qualität des TuS Westfalia Wethmar infrage

mlzFußball: Bezirksliga 8

Der TuS Westfalia Wethmar hat erneut eine Schlappe in der Bezirksliga 8 kassiert. Mit 0:4 unterlag die Westfalia beim VfL Kemminghausen. Die Grün-Weißen übernehmen damit die Rote Laterne.

Wethmar

, 25.08.2019, 21:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bezirksliga 8
VfL Kemminghausen – Westfalia Wethmar 4:0 (2:0)

Andreas Przybilla wollte zwischendurch gar nicht hinsehen. Immer wieder schlug der Trainer des TuS Westfalia Wethmar am Sonntag während der Partie die Hände vor sein Gesicht. Zwischendurch feuerte er mal lautstark einen Kommentar zur Spielweise der Wethmarer ab. „Das ist gedanklich langsamer als eine Schnecke. Ihr seid doch keine Zwölf mehr“, rief Przybilla, nachdem die Wethmarer mal wieder einen Ball in die Füße des Gegners spielte. Teilweise hatte die Leistung, die der TWW am Sonntag in Kemminghausen bot, wenig mit Bezirksligareife zutun. Es haperte an allen Enden.

Am schlimmsten waren für Przybilla aber die individuellen Fehler seiner Jungs, die fast allesamt zu Gegentoren führten. „Bis zum 0:1 haben wir ja gut gestanden. Kemminghausen kam nur durch lange Bälle“, sagte der Wethmarer Trainer. Dann leistete sich Raphael Mark im Mittelfeld aber einen Fehlpass, die der Gastgeber sofort ausnutzte. Ibrahim Tasan traf nach 22 Minuten nach einer Vorlage des ehemaligen Brambaueraner Offensivmannes Ahmed Ersoy zum 1:0. Danach häuften sich die TuS-Fehler. Kemminghausen, das am Sonntag spielerisch ebenfalls nicht glänzte, hatte viel zu häufig zu leichtes Spiel, profitierte von der Verunsicherung der Westfalia. Nach einem Fehler von Jonas Allefeld im Aufbauspiel stürmten die Dortmunder auf das TWW-Tor zu – mit Erfolg. Nach einer Ablage erzielte Ardit Ajvazi das 2:0 (34.).

Im zweiten Durchgang ging es ähnlich weiter. Nach gut 60 Minuten Spielzeit leistete sich der eingewechselte Tim Cillien einen schlimmen Fehlpass, den Ibrahim Tasan mit seinem zweiten Treffer im Netz unterbrachte. Der im zweiten Durchgang überzeugende Ahmed Ersoy erhöhte neun Minuten vor dem Abpfiff auf den 4:0-Endstand.

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Westfalia Wethmars Niederlage gegen Kemminghausen

Bilderstrecke Wethmar Kemminghausen Kevin Großkreutz
25.08.2019
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Kevin Großkreutz stand an der Linie.© Patrick Schröer
Lennard Langenkämper am Ball.© Patrick Schröer
Kevin Großkreutz stand an der Linie.© Patrick Schröer
Hendrik Schürmann spielte ebenfalls mit.© Patrick Schröer
Raphael Mark im Spiel gegen Kemminghausen.© Patrick Schröer
Kevin Großkreutz stand an der Linie.© Patrick Schröer
Ahmed Ersoy traf zum 4:0 für Kemminghausen.© Patrick Schröer
TWW-Torwart Florian Fischer musste vier Mal hinter sich greifen.© Patrick Schröer
Hendrik Schürmann musste behandelt werden.© Patrick Schröer
Hendrik Schürmann musste behandelt werden.© Patrick Schröer
Andreas Kahlkopf gab alles. Gereicht hat es nicht. © Patrick Schröer
Sören Dvorak war nach der derben Niederlage enttäuscht.© Patrick Schröer
Andreas Przybilla verstand während des Spiels die Welt nicht mehr.© Patrick Schröer
Kevin Großkreutz und Reza Hassani standen für Kemminghausen an der Linie.© Patrick Schröer
Andreas Przybilla© Patrick Schröer
Andreas Przybilla© Patrick Schröer
Nico Stork und sein Team kamen mächtig unter die Räder.© Patrick Schröer
Andreas Kahlkopf ließ den Kopf hängen.© Patrick Schröer
Sören Dvorak war die Enttäuschung anzusehen.© Patrick Schröer
Volker Bolte war sauer.© Patrick Schröer
Hendrik Schürmann sackte nach dem Spiel zusammen.© Patrick Schröer

Andreas Przybilla fand nach dem eindeutigen Spiel deutliche Kritik in Richtung seiner Mannschaft. Der Trainer sprach seinem Team im aktuellen Zustand die Qualität ab. „Wir schaffen es nicht, drei, vier Pässe an den Mann zu bringen. Zurzeit ist es eine Qualitätsfrage bei uns. Es fehlt momentan an allem“, so der Wethmarer Coach, der ab sofort vor allem an der Kondition seiner Jungs schrauben will. Laut Przybilla fehle es der Mannschaft nämlich vor allem an Power und Kraft. Zehn bis zwölf Wochen dauere es laut des Wethmarer Linienchefs, um die Defizite aufzuarbeiten.

Trotz des Sieges: Zu 100 Prozent war auch Reza Hassani, der gemeinsam mit Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz die Kemminghausener Mannschaft coachte, auch nicht. Hassani monierte, dass sich seine Mannschaft zu viele Fehlpässe geleistet habe. „Wir haben gesehen, dass Wethmar stehend K.o. war. Deswegen hätte das Ergebnis höher ausgehen müssen. Das Passspiel muss bei uns noch besser werden – außerdem brauchen wir mehr Struktur in unseren Angriffen. Aber die Mannschaft ist ja auch sehr jung“, so Hassani weiter. Mit dem VfL steht er übrigens jetzt auf Platz drei. Die Wethmarer hingegen schauen sich die Tabelle mit null Punkten und einem Torverhältnis von 1:11 von ganz unten an.

VfL Kemminghausen: Kröger – Petreian, Cenan, Ersoy, Osmani, Tasan, Bednarek, Jänicke (69. Degerli), Ajvazi (73. Bozkurt), Spichal (64. Höhme), Fall (62. Benz)

Westfalia Wethmar: Fischer – Jankort, Schürmann, Mark, El Bahat Bouzekry (46. Simsek), Kahlkopf, Allefeld (64. S. Dvorak), El-Gaouzi, Schumann (46. Cillien), Langenkämper (46. Neuhäuser), Stork

Tore: 1:0 Tasan (22.), 2:0 Ajvazi (34.), 3:0 Tasan (61.), 4:0 Ersoy (81.)

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