Nach der Pause steht beim LSV der Titelkampf an

Vom Aufsteiger zum Titelaspiranten

Im Titelkampf der Fußball-Westfalenliga ist nach der Winterpause Spannung garantiert. Mittendrin ist ein Aufsteiger. Der Lüner SV ist nach dem 2:1 am Sonntag gegen Sinsen Tabellenzweiter – mit nur drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Herne. „Hier träumen jetzt schon wieder alle vom Aufstieg“, sagte der am Sonntag gesperrte Spielmacher Volkan Ekici und lachte.

LÜNEN

, 12.12.2016, 16:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bis zur Schmerzgrenze ging es am Sonntag für Lünens Kapitän Lukas Ziegelmeir (l.) und seine Mitspieler gegen den TuS Sinsen um Patrick Goecke.

Bis zur Schmerzgrenze ging es am Sonntag für Lünens Kapitän Lukas Ziegelmeir (l.) und seine Mitspieler gegen den TuS Sinsen um Patrick Goecke.

Ekici hingegen erinnerte an die eigentlichen Saisonziele. „Wir wollten vor der Spielzeit nicht absteigen. Ich denke, das sollten wir jetzt schaffen. Alles andere, was jetzt noch kommt, ist Zugabe“, sagte er. Das Ergebnis des Tabellenführers Herne, ein mageres 1:1 gegen Olpe, hatte aber auch der 25-Jährige nach Schlusspfiff gleich im Blick: „Geil, oder?!“, freute er sich über die überraschende Punkteteilung des Spitzenreiters. Für die Lüner sei es nach der Winterpause wichtig „genau so weiterzumachen“.

Denn: „Wir haben doch gar nichts mehr zu verlieren.“ Sein Trainer Mario Plechaty gönnte sich einige Meter auf der Tribüne der Kampfbahn Schwansbell, wo Minuten zuvor nur 145 Zuschauer Platz genommen hatten, etwas Ruhe nach einer hektischen Begegnung. Die Freude über den siebten Sieg im achten Heimspiel war groß. Zumal Plechaty auf fünf Stammspieler verzichten musste. „Einfach super, wie sich die Jungs gegenseitig anfeuern auf dem Platz“, sagte der Coach, der den 1:1-Ausgleich durch den starken Adem Cabuk als „Dosenöffner“ ansah. „Mit unserer Bilanz in diesem Jahr hat niemand gerechnet“, sagte Plechaty. „Und wer was anderes behauptet, der lügt.“

"Schlechtes Spiel"

Sinsens Trainer Martin Schmidt, der den Klub im Sommer verlassen wird, sah Lünen als „verdienten Sieger“. Von einer packenden Begegnung wollte Schmidt aber nichts wissen: „Ein schlechtes Spiel zweier schlechter Mannschaften.“ Dieses durchaus exklusive Urteil störte LSV-Kapitän Lukas Ziegelmeir recht wenig. Er stand nach Schlusspfiff im Bierwagen und goss sich eine Fanta ein. 

 

Dabei hätte Ziegelmeir Grund gehabt, sich durchaus verrücktere Getränke zu gönnen. Sein erstes Saisontor zum 2:1 entschied schließlich das letzte Pflichtspiel des Jahres. „Etwas glücklich war das Tor aber schon“, sagte der 23-Jährige, der nach einem Freistoß von Dennis Adamczok ans Lattenkreuz am schnellsten reagiert hatte. „Wir haben ein starkes Pressing gespielt. Toll, dass wir das ohne die vielen Ausfälle geschafft haben. Jetzt freue ich mich aber total auf die Pause.“

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