Nach Wechsel von BVB-Profi Julian Weigl: So geht es mit LSV-Torjäger Johannes Zottl weiter

mlzLüner SV

Johannes Zottl ist so etwas wie die Lebensversicherung des Fußball-Westfalenligisten Lüner SV. Nun wechselt Zottls bester Kumpel Julian Weigl zu Benfica Lissabon. Und was macht nun Zottl?

Lünen

, 05.01.2020, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit 15 erzielten Treffern hat Johannes Zottl mehr als die Hälfte aller Tore des Fußball-Westfalenligisten Lüner SV geschossen (29). Zottl ist also so etwas wie die Lebensversicherung des LSV im Abstiegskampf. In der Halle fehlt der Angreifer momentan aber - und jetzt sickerte auch noch durch, dass sein bester Kumpel - BVB-Profi Julian Weigl - zu Benfica Lissabon nach Portugal wechselt. Was bedeutet das für Zottl? Zieht es den Goalgetter auch nach Portugal? Wir haben den 25-Jährigen interviewt.

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Herr Zottl, Ihr bester Kumpel Julian Weigl wechselt bekanntlich nach Portugal zu Benfica Lissabon. Was bedeutet sein Wechsel jetzt für Sie persönlich?

Für mich beginnt jetzt ein neuer Abschnitt im Leben. Es war eine wunderschöne, sehr lehrreiche Zeit. Wir haben viel miteinander gelacht und erlebt. Außerdem habe ich mega viel von seiner Professionalität mitnehmen können. Ich werde ihm für Ewigkeiten dankbar sein. Am Verhältnis wird sich aber nichts verändern, weil es ja sehr familiär ist. Die Distanz spielt da keine große Rolle.

Besteht die Möglichkeit, dass es Sie ebenfalls nach Portugal zieht?

Lissabon soll eine schöne Stadt sein, habe ich gehört (lacht). Nein, Spaß beiseite, Das ist für mich keine Option, dass ich dorthin ziehen werde.

Werden Sie Ihren Vertrag beim Lüner SV bis zum Sommer denn erfüllen?

Mein Traum und Ziel ist es - auch weil ich schon sehr viel miterlebt habe und viele Niederschläge hatte - so hoch wie möglich und unter möglichst professionellsten Bedingungen zu trainieren. Das hängt nun alles auch von meiner aktuellen Situation ab und wird sich zeigen.

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Aktuell stehen ja die Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften an – ein sehr großes Event in Dortmund. Warum waren Sie nicht dabei?

Ich muss sagen, Hallenfußball ist nicht das Angenehmste für meinen Körper. Deswegen habe ich das auch meistens vermieden. In der Liga in Wiemelhausen habe ich mich außerdem ein bisschen verletzt, das hat sich durchgezogen. Ich will lieber fit für die Rückrunde sein.

Ihr Kumpel beim LSV – Marcel Ramsey – hat uns im Interview verraten, dass er den Verein gerne verlassen möchte. Wie stehen Sie dazu?

Erstmal muss ich mich bei ihm bedanken. Er hat großen Anteil daran, dass ich mich in Lünen so schnell akklimatisieren konnte. Außerdem hat er einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich so eine erfolgreiche Hinrunde gespielt habe. Er hat mir ja den Elfmeterpart überlassen. Das weiß ich sehr zu schätzen. Zu allem anderen, was im Hintergrund passiert ist, kann ich nichts sagen. Auf dem Platz und auf dem Trainingsplatz hatten wir aber viele lustige Momente. Daher ist sein Weggang schon schade.

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Aktuell ist Winterpause, der Verein hat aufgerüstet, muss aber auch ein paar Abgänge verkraften: Wie lautet Ihre Prognose für die Rückrunde?

Vielleicht lehne mich da weit aus dem Fenster, aber ich glaube, dass der Lüner SV im Sommer nichts mit dem Abstiegs zutun haben wird. In der Hinrunde lief einfach alles schief, was schieflaufen kann. Wenn wir Abläufe reinbekommen, dann bin ich mir sicher, dass wir eine Siegesserie starten können.

Aktuell sind Sie mit Abstand treffsicherster Schütze des LSV. Haben Sie sich für die Rückrunde eine besondere Tormarke vorgenommen, die Sie knacken möchten?

Nein, eine Tormarke habe ich mir nicht gesetzt. Am liebsten würde ich die Tore bestätigen, wobei ich sagen muss, dass ich noch das eine oder andere Törchen mehr hätte haben können. Ich möchte so viele Tore machen, dass ich der Mannschaft damit helfen kann.

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