Nach Wechselgerüchten: Darum fehlt Enrico Christal aktuell beim BV Brambauer

mlzEnrico Christal

In der Vorbereitung sah man ihn selten, auch zuletzt im Derby gegen Westfalia Wethmar fehlte Brambauers Enrico Christal auf dem Spielberichtsbogen. Wir haben nach den Gründen gefragt.

Brambauer, Lünen

, 15.08.2019, 11:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ist er verletzt - oder hat er sogar den Verein verlassen? Die Gerüchteküche um den Fußballer Enrico Christal vom BV Brambauer brodelt aktuell in der Lüner Fußballszene. In den Testspielen fehlte Christal zuletzt häufiger, auch beim Meisterschaftsauftakt gegen den TuS Westfalia Wethmar (Endstand 1:0, Anm. d. Red.) war von „Enno“ keine Spur. Wo ist der flexible Offensivspieler der Brambaueraner? Wir haben beim Spieler und Verein nachgefragt.

Den Wechselgerüchten schiebt Christal direkt einen Riegel vor. „Das Gerücht mit dem VfB kommt jedes Jahr, seitdem ich weg bin. Ich bin aber Spieler in Brambauer“, äußerte sich Christal zu den Gerüchten, die aktuell im Lüner Fußball kursieren, dass er bereits wieder Spieler beim VfB Lünen sei.

Aber was sind dann die Gründe, dass man ihn in Brambauer aktuell nur selten zu Gesicht bekommt? „Ich bin im Moment beruflich verhindert, habe kaum bis wenig Zeit für Fußball“, sagt Christal, der bei der DAB arbeitet und dort häufig Wechselschichten hat. Der Fußball fehle ihm aber schon sehr. „Ich würde am liebsten jeden Tag vor den Ball treten“, so Christal weiter.

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Jascha Keller, Trainer bei den Brambaueranern, hat in der Vergangenheit gerne auf den flexiblen Offensivmann gesetzt. Im Vorjahr war Christal mit elf Saisontreffern sogar bester Torschütze des BVB - auch deswegen schmerzt Keller das Fehlen seines Schützlings aktuell sehr. „Wenn man die nackten Zahlen betrachtet, dann sagt das Vieles über seinen Wert aus. Er hat das Potenzial, Spiele entscheiden zu können“, sagt Keller und zählt Abschlussstärke, Tempo und die Möglichkeit, der BVB-Offensive Esprit zu verleihen, zu den Stärken Christals.

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Nun muss Keller auf den Mittelfeldspieler aber erst einmal verzichten. „Es ist so, dass wir regelmäßig ohne ihn auskommen müssen“, sagt der BVB-Trainer, der trotzdem weiterhin voll mit Christal plant. Ersetzbar sei Enrico Christal laut Keller zwar nicht, aber den Wegfall müsse die Mannschaft als Einheit auffangen. „Wir versuchen, die individuelle Qualität durch mannschaftliche Geschlossenheit auszugleichen“, verrät Keller. Nach dem 1:0-Erfolg gegen Westfalia Wethmar können die Brambaueraner am kommenden Sonntag, 18. August, im Derby beim Lüner SV II weitermachen.

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